Personalie bestätigt Franziska Hoppermann wird neue CDU-Generalsekretärin

Auf Carsten Linnemann folgt Franziska Hoppermann: Die CDU bekommt zum dritten Mal eine Frau als Generalsekretärin - die bisherige Schatzmeisterin wird neue Nummer zwei der Partei.
Die Bundestagsabgeordnete und bisherige CDU-Schatzmeisterin Franziska Hoppermann soll neue Generalsekretärin ihrer Partei werden. Bundeskanzler Friedrich Merz schlug sie in einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin vor, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die Hamburgerin folgt auf Carsten Linnemann, der Bundesgesundheitsminister werden soll.
Als Bundesschatzmeisterin arbeitete Hoppermann bislang im Hintergrund, war damit aber zugleich Mitglied des CDU-Präsidiums. Die Diplomkauffrau sitzt seit 2021 für den Wahlkreis Hamburg-Wandsbek im Bundestag. Sie gehört dem Haushaltsausschuss und dem Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung an. Außerdem leitet sie die Enquete-Kommission Corona, die helfen soll, Deutschland besser auf mögliche künftige Pandemien vorzubereiten.
"Schon als Kind habe ich meinen Großvater bewundert, der lange Jahre Bundestagsabgeordneter gewesen war", schreibt Hoppermann auf ihrer Internetseite. Politik sei immer ein großer, alltäglicher Bestandteil ihres Familienlebens gewesen. "Mir war früh klar, dass ich mich einbringen, mein Umfeld und das gesellschaftliche Miteinander mitgestalten will."
Dritte Frau im Amt
Hoppermann trat 1998 in die Junge Union und ein Jahr später in die CDU ein. Seit 2022 gehörte sie dem Bundesvorstand der CDU an. Als Julia Klöckner nach der Bundestagswahl im Februar 2025 das Amt als Bundesschatzmeisterin der CDU aufgab, weil sie Bundestagspräsidentin wurde, war Hoppermann die Wunschkandidatin von Merz für die Nachfolge. In ihrer Heimatstadt Hamburg ist sie Vorsitzende der Frauen Union. Von 2004 bis zum Einzug in den Bundestag 2021 machte sie Kommunalpolitik in der Bezirksversammlung Wandsbek.
Das Vorschlagsrecht für den Generalsekretärsposten hat in allen Parteien der Parteivorsitzende. Indem seine Wahl auf Hoppermann fiel, stärkt Merz die Frauen in der CDU, die dort sonst unter den Mitgliedern und in den Führungsgremien unterrepräsentiert sind. Hoppermann ist die dritte Frau, die Generalsekretärin wird - die erste war Angela Merkel (1998 bis 2000), die zweite Annegret Kramp-Karrenbauer (Februar bis Dezember 2018). Hoppermann ist keine Merz-Unterstützerin der ersten Stunde. 2021 kandidierte sie gemeinsam mit Norbert Röttgen für den CDU-Vorsitz - gegen den späteren Parteichef und Bundeskanzler.