Politik

"Fratelli tutti" Franziskus wird neue Enzyklika unterzeichnen

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Am 3. Oktober wird Papst Franziskus nach Assisi reisen - ein eher privat gehaltener Auftritt.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Papst Franziskus unterbricht seine Reise-Abstinenz. Dafür hat er sich den für sein Pontifikat symbolträchtigen Ort Assisi ausgesucht. Auch der Besuchsgrund ist gewichtig.

Papst Franziskus will am 3. Oktober zu einem Kurzbesuch nach Assisi reisen. Dort wird das katholische Kirchenoberhaupt eine neue Enzyklika mit dem Titel "Fratelli tutti" (etwa: Alle sind Brüder) unterschreiben. Das teilte der Vatikan mit. Es wäre voraussichtlich die erste Reise des 83-jährigen Franziskus seit der Corona-Pandemie-Pause. In der Enzyklika, einem wichtigen Lehrschreiben, soll es den Angaben nach um Brüderlichkeit in der Welt und sozialen Zusammenhalt gehen.

Es wird die dritte Enzyklika des Papstes aus Argentinien. Eine Enzyklika ist ein an die Bischöfe und die Gläubigen gerichtetes, richtungweisendes Schreiben. Thematisch geht es in solchen Papieren um Glaubens- und Sittenlehre, um Sozial-, Staats- und Wirtschaftslehre oder um Kirchenpolitik. Franziskus hatte bereits 2013 und 2015 solche Schreiben veröffentlicht.

Wie die Präfektur seines Haushalts erläuterte, soll der Besuch nur wenige Stunden dauern. Wegen der Gesundheitslage werde er "auf Wunsch des Heiligen Vaters" eine private Form haben. Das heißt, dass keine Pilger zugelassen sind.

Die Stadt Assisi liegt rund zwei Autostunden nordöstlich von Rom in Umbrien. Sie ist die Heimat des Franziskaner-Ordens. Assisi ist auch der Geburtsort des heiligen Franz von Assisi, des Namensgebers des Papstes. Geplant sei auch eine Messe am Grab des Heiligen Franziskus, hieß es. Der Papst hatte im März wegen des Corona-Ausbruchs seine Reisetätigkeit gestoppt.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa