Politik

Direkt am Weißen HausFrustrierter Trump setzt bei Bauprojekt auf einen Neustart

05.08.2026, 17:33 Uhr
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Das Siegel des US-Präsidenten soll den XXL-Parkplatz schmücken. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Trump baut sich einen Parkplatz der ganz besonderen Art vor der eigenen Haustüre: ein Helipad direkt vor seinem Amtssitz. Doch mit der Ausführung seiner Pläne ist er nicht zufrieden.

US-Präsident Donald Trump tritt beim Bau eines Helipads vor dem Weißen Haus voll auf die Bremse. Der Republikaner sei unzufrieden mit der Ausführung der Arbeiten direkt vor seinem Amtssitz, berichten mehrere US-Medien übereinstimmend.

Der South Lawn des Weißen Hauses, auf dem der Hubschrauberlandeplatz errichtet wird, fällt nach unten ab. Trump äußerte den Berichten zufolge den Wunsch, dass der Landeplatz komplett waagerecht errichtet wird. Dies könnte es erforderlich machen, dass die abschüssige Fläche insgesamt neu gestaltet werden muss, heißt es.

In den vergangenen Wochen hatte es bereits sichtbare Fortschritte an der Fläche gegeben. Auf Bildern war zu sehen, wie ein riesiges Präsidentensiegel als Untergrund für den Hubschrauberlandeplatz mit einem Durchmesser von knapp 30 Metern entstand. Dabei soll es sich nach Angaben des US-Staatschefs um "geschnitzten Granit" handeln. Inzwischen wurde dieser aber wieder zurückgebaut.

Trump zahlt die Umbauarbeiten vor dem Weißen Haus nicht selbst. Die erwarteten Kosten von sechs Millionen US-Dollar werden vom Rüstungskonzern Lockheed Martin über seine Tochterfirma Sikorksy Aircraft übernommen. Die Firma stellt auch die neuen Helikopter Marine One vom Typ VH-92A Patriot zur Verfügung, die bisher nicht am Weißen Haus landen können.

Mehrkosten drohen

Bei der neuen Generation der Marine-One-Hubschrauber besteht die Gefahr, dass der Rasen durch ihre Landung verbrennen könnte. Bisher landen die Hubschrauber alle auf der Wiese vor dem Amtssitz des US-Präsidenten. Allerdings haben die VH-92A Patriot Abluftröhren, die nach unten gerichtet sind und so den Rasen voraussichtlich beschädigen würden.

"Seit Jahren benötigt das Weiße Haus dringend einen geeigneten Hubschrauberlandeplatz auf dem Gelände des Weißen Hauses, der es dem Präsidenten ermöglicht, sicher zu landen, und gleichzeitig den wunderschönen Rasen des South Lawn vor den heftigen Abgasen der beeindruckenden Marine One schützt", sagte ein Sprecher des Weißen Hauses zu den derzeit laufenden Baumaßnahmen.

Durch den zwischenzeitlichen Rückbau der bereits geschehenen Arbeiten am Helipad dürften nun zusätzliche Kosten entstehen. Gegenüber US-Medien wollte sich Sikorsky nicht äußern, wie hoch diese ausfallen und ob diese ebenfalls von dem Unternehmen übernommen werden.

Die Arbeiten dürften allerdings zeitnah fortgesetzt werden. Denn Trump hat es eilig. Bis zum Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping im Herbst will Trump sein Helipad fertiggestellt haben.

Quelle: ntv.de, lme

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