Politik

Macron: "Strategisches Erwachen"G7 wollen Russland mit neuen Sanktionen schwächen

17.06.2026, 03:19 Uhr
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Für sein Land soll es mehr Unterstützung geben: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Während die Ukraine an der Front Fortschritte macht, wollen auch die G7-Staaten den Druck auf Russland erhöhen. Für die Ukraine soll es mehr Waffen geben, gegen Russland weitere Sanktionen. Kanzler Merz sieht einen "Tag der Hoffnung" für die Ukraine.

Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. In einer Erklärung kündigen die Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen im französischen Évian an, die Sanktionen zu verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten. 

Mit dem Ausbau der Unterstützung soll demnach die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist. Zudem ist von einem "richtigen Zeitpunkt" die Rede, nach dem US-Deal mit dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Zum dem avisierten US-iranischen Rahmenabkommen heißt es in der gemeinsamen Erklärung: "Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen".,

Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Darüber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen.

Trump gibt sich zupackend

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Gipfel als "Moment des strategischen Erwachens". Gemeinsam hätten sich die USA, Kanada, Japan und die Europäer dazu entschlossen, der Ukraine zur Seite zu stehen, sagte er in einer Ansprache auf Instagram.

Bereits vor der Veröffentlichung des Textes hatten sich Gipfelteilnehmer wie Bundeskanzler Friedrich Merz sehr zufrieden mit den Gesprächen zum Ukraine-Krieg gezeigt. Zum Auftreten von US-Präsident Donald Trump sagte Merz, er habe diesen "sehr kooperativ gesehen". Deswegen sei er zu einem gewissen Grad optimistisch, dass Europäer und Amerikaner nun zusammen alles unternehmen, um den Krieg zu beenden. Der Kanzler sprach von einem "Tag der Hoffnung" und sagte zur aktuellen Lage der Ukraine: "Das kann vielleicht erstmals eine Chance auf einen Frieden eröffnen."

Trump selbst hatte sich bei dem Gipfel deutlich empfänglicher für das Thema gezeigt als in den letzten Monaten, als er vom Krieg seines eigenen Landes gegen den Iran abgelenkt war. "Jetzt, wo das eine beendet ist, können wir uns auf das andere konzentrieren und sehen, dass wir das erledigt bekommen", sagte der US-Präsident in Évian.

Neben Trump und Merz nahmen an den Beratungen bei dem G7-Gipfel führender westlicher Demokratien in Frankreich die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die EU-Spitzen teil. Der ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj war als Gast eingeladen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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