Politik

Treffen in Hannover Gabriel sprach mit Schröder über Russland-Reise

116349984.jpg

Sowohl an Schröder als auch an Gabriel gibt es Kritik vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Anfang März reist Gerhard Schröder nach Moskau, um sich mit Kremlchef Wladimir Putin zu treffen. Der Inhalt der Unterredung bleibt geheim. Schröders Parteikollege Sigmar Gabriel will es genau wissen. Dafür verabredet sich der ehemalige Außenminister mit dem Altkanzler in Hannover.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat sich einem Bericht zufolge mit dem früheren Wirtschafts- und Außenminister Sigmar Gabriel über seine Russland-Reise ausgetauscht. Die "Bild"-Zeitung zitierte Gabriel mit den Worten: "Ich wollte Gerd Schröder fragen, was bei seinen Gesprächen in Istanbul und Moskau zu den Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland herausgekommen ist. Aber leider scheint trotz vielfältiger internationaler Bemühungen ein schnelles Ende dieses furchtbaren Angriffskrieges offenbar nicht in Sicht zu sein."

Das Treffen der SPD-Politiker fand den Angaben zufolge heute Morgen in Hannover statt. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erklärte am Rande eines SPD-Termins in Springe bei Hannover auf Nachfrage, er sei in das Treffen seiner beiden Vorgänger nicht einbezogen gewesen und habe erst im Laufe des Tages davon erfahren.

Sowohl an Schröder als auch an Gabriel gibt es Kritik vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs. Schröder gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er ist zudem Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energiekonzern Rosneft. Vor Kriegsausbruch hatte der Altkanzler die Forderungen der Ukraine nach Waffenlieferungen als "Säbelrasseln" kritisiert.

Gabriel räumte jüngst Fehler im Umgang mit der Gas-Pipeline Nord Stream 2 ein. "Es war ein Fehler, bei den Einwänden gegenüber Nord Stream 2 nicht auf die Osteuropäer zu hören. Das war auch mein Fehler", sagte Gabriel der "Welt". "Wir haben die Verantwortung für Energiesicherheit mit der Liberalisierung im Jahr 2002 in ganz Europa vom Staat an die privaten Energieunternehmen übertragen. Und die haben sich die preiswerteste Quelle gesucht: russisches Pipeline-Gas".

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen