Politik

Keine Kandidatur mehr Gabriel zieht sich aus der Politik zurück

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Sigmar Gabriel verzichtete 2017 zugunsten von Martin Schulz auf die Kanzlerkandidatur.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ex-SPD-Chef, Ex-Vizekanzler, Ex-Minister - und bald auch Ex-Politiker? Sigmar Gabriel will einem Bericht zufolge bei der kommenden Bundestagswahl nicht mehr antreten.

Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel beendet offenbar bald seine aktive politische Karriere. Wie der "Tagesspiegel" unter Berufung auf eigene Informationen schreibt, habe der frühere Vizekanzler und Außenminister bereits Anfang Mai die drei Vorsitzenden der SPD-Kreisverbände in seiner Region über seinen Entschluss informiert. Gabriel wolle demnach bei der kommenden Bundestagswahl nicht mehr antreten.

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Gabriel war über Jahre ein Erfolgsgarant für die SPD in seinem Wahlkreis.

(Foto: picture alliance / dpa)

Als Begründung dafür, dass er diesen Schritt vorerst nicht öffentlich gemacht hat, gibt die Zeitung Bedenken des SPD-Politikers an, im Europawahlkampf für Unruhe zu sorgen. Er habe die Funktionäre aber frühzeitig in Kenntnis gesetzt, damit die Partei genug Zeit habe, einen neuen Kandidaten zu finden.

Sigmar Gabriel tritt seit der Bundestagswahl 2005 als SPD-Direktkandidat im Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel an. Er hat dort seither stets die Mehrheit der Erststimmen errungen. 2017 holte er knapp 43 Prozent der Stimmen. Die Region ist eine SPD-Hochburg, seit 1961 gewann die Partei hier ununterbrochen das Direktmandat.

Dem "Tagesspiegel" zufolge versuchten die lokalen SPD-Chefs noch vergeblich, Gabriel umzustimmen. Als möglich bezeichnet wird in dem Bericht auch die Option, dass der Ex-Parteichef das Mandat schon vorzeitig abgibt.

Quelle: n-tv.de, jog

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