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Nach Rückeroberung von Rakka Geheimdienste sollen IS-Kämpfer haben

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Das Videostandbild zeigt IS-Kämpfer, die sich ergeben haben, in einer Basis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in Rakka.

(Foto: dpa)

Nach monatelangen Kämpfen befreien die Syrischen Demokratischen Kräfte die Stadt Rakka von der IS-Terrormiliz. Hunderte Dschihadisten ergeben sich. Viele von ihnen sollen laut Menschenrechtlern in die Hände westlicher Geheimdienste gefallen sein.

Nach den Kämpfen um die ehemalige IS-Hochburg Rakka sind Menschenrechtlern zufolge eine Reihe ausländischer Dschihadisten in den Händen westlicher Geheimdienste. Zum Ende der Gefechte hätten sich Terroristen ergeben und seien Geheimdiensten der USA und Frankreichs übergeben worden, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Der Sprecher der Anti-IS-Koalition, Ryan Dillon, erklärte dagegen, die ausländischen Kämpfer befänden sich in Gewahrsam der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF).

Nach Angaben des US-Militärs hatten sich in den vergangenen Tagen rund 350 IS-Kämpfer ergeben. Kurz vor der Eroberung Rakkas am Dienstag hatte die Beobachtungsstelle berichtet, dass sich auch der Drahtzieher der Anschlagserie von Paris im November 2015 mit 130 Toten noch in Rakka befinden soll. Frankreich begrüßte die Befreiung der Stadt von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als eine "ausgezeichnete Nachricht".

Derweil gehen die Räumarbeiten in der Stadt weiter. "Wir durchkämmen heute weiter das Gelände und befreien die großen Straßen von Minen", sagte der SDF-Sprecher Talal Silo. Bislang sei noch kein Bürger in die fast komplett leere Stadt zurückgekehrt, weil es nach wie vor zu gefährlich sei.

SDF rückt im Nordosten vor

Trotz der großen Verwüstungen wollen einige Bürger aber schnell wieder zurück in ihre Heimat. "Unser Gebäude ist teilweise beschädigt, aber wir können es reparieren und darin leben", sagte der 20-jährige Ali, der als Flüchtling in der Türkei lebt. In Ostsyrien ging der Kampf gegen die Extremisten unterdessen weiter. Regierungstruppen rückten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana in der Stadt Deir as-Saur gegen den IS vor.

Gleichzeitig nahmen Einheiten der SDF den Ort Markada in der nordöstlichen Provinz Hasaka ins Visier. Die Beobachtungsstelle meldete Gefechte am Rande des Dorfes nahe der irakischen Grenze, das einen strategischen Wert besitzt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sitzt in England, bezieht ihre Informationen jedoch von einem Informantennetz in Syrien. Ihre Angaben gelten als recht zuverlässig.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa

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