Politik
Die Zahl der Einbrüche in Deutschland hat einem Bericht zufolge stark zugenommen.
Die Zahl der Einbrüche in Deutschland hat einem Bericht zufolge stark zugenommen.(Foto: imago/Westend61)
Donnerstag, 31. März 2016

Deutschland ist Paradies für Diebe: Georgiens Mafia steuert wohl Einbruchserie

Die meisten Einbrüche in Deutschland gehen anscheinend auf das Konto weniger, aber großer Banden aus Südosteuropa. Laut dem Bund der Kriminalbeamten ziehen die Diebe von einer Stadt zur nächsten. Um ins Land zu kommen, tricksen sie.

Angesichts von Berichten über einen Anstieg der Wohnungseinbrüche in Deutschland hat der Bund Deutscher Kriminalbeamten (BDK) die georgische Mafia für große Teile der Einbrüche verantwortlich gemacht. Die Täter seien Teil der organisierten Kriminalität, sagte der BDK-Vorsitzende André Schulz der "Bild"-Zeitung. "Dahinter steckt in vielen Fällen die georgische Mafia, die in Georgien gezielt Verbrecher anspricht und sie nach Deutschland schickt."

Hierzulande würden die Menschen Asyl beantragen und in den acht bis zwölf Monaten, bis ihr Antrag abgelehnt sei, regelmäßig einbrechen, sagte Schulz dem Blatt. Die Einbrecher täuschen also auch auf Kosten von Flüchtlingen. Die Einbruchskriminalität liege im Wesentlichen in der Hand weniger großer Banden. Für einen Großteil der Einbrüche in Deutschland seien "hochmobile, reisende Tätergruppen" verantwortlich. Professionelle Banden aus Südosteuropa nähmen sich "ganze Landstriche und Städte auf einmal vor".

Eine erhebliche Anzahl von Straftaten gehe aber auch auf Täter aus dem Westbalkan und den Maghreb-Staaten zurück, sagte Schulz dem Blatt. Deutschland sei für professionelle Einbruchsbanden geradezu ein "Paradies". "Wir sind ein reiches Land inmitten eines grenzenlosen Europas." Dies wecke Begehrlichkeiten.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr erneut deutlich angestiegen und hat einen Rekordwert erreicht. Sie habe sich im Vergleich zum Vorjahr 2014 um 9,9 Prozent auf 167.136 Fälle erhöht, hatte "Die Welt" am Mittwoch berichtet und sich dabei auf die noch unveröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik für 2015 berufen.

Quelle: n-tv.de