Politik

Startverbot für Kampfjets? Gewitter bedrohen Trumps große Show

92fde674a3f32c69bddc24101a983e88.jpg

Ungewohntes Bild: Ein Bradley-Panzer vor dem Lincoln Memorial.

(Foto: dpa)

Eine große Militärparade wie in Frankreich ist es nicht, aber nun bekommt Trump doch eine abgespeckte Version. Zum Nationalfeiertag am 4. Juli plant er eine große Show. Die Panzer sind bereits aufgefahren. Doch spielt auch das Wetter mit?

ae869082f67268efe92664aaf777cb5e.jpg

Fahne für Trump: Anhänger des Präsidenten gestern vor dem Weißen Haus in Washington.

(Foto: imago images / PA Images)

In Washington laufen die Vorbereitungen auf die große Feier zum Unabhängigkeitstag auf Hochtouren - doch einem Bericht der "New York Times" zufolge könnte das Wetter der von US-Präsident Trump geplanten Parade beeinträchtigen. Im Falle von Gewittern könnte die Starterlaubnis für die Kampfjets gestrichen werden, heißt es in dem Bericht. Die sollten eigentlich über die Gäste der Feier am Lincoln Memorial hinwegdonnern. Die große Militärshow zum Nationalfeiertag am 4. Juli soll in der kommenden Nacht mitteleuropäischer Zeit steigen.

Panzer sollen auffahren und Kampfflugzeuge sowie die Präsidentenmaschine Air Force One über die Gäste hinwegfliegen. Der Präsident will eine Rede vor dem Lincoln Memorial halten. Er kündigte zudem "das größte Feuerwerk aller Zeiten" an. Das gefällt nicht jedem: Kritiker haben bereits Gegenveranstaltungen angekündigt. Die Organisation "Code Pink" will etwa einen aufblasbaren Baby-Trump zur Schau stellen.

*Datenschutz

Auch die Stadt Washington äußerte Bedenken. Sie sprach sich dagegen aus, dass Panzer über die Straßen der Stadt rollen - sie könnten diese unnötigerweise beschädigen. Stattdessen sollen sie nun im Umfeld des Gebäudes mit der großen Statue Abraham Lincolns platziert werden. Dafür wurden die Panzer auf Tiefladern herangefahren und dann mit Kränen platziert. Offenbar wurden auch extra Bodenplatten ausgelegt, auf denen die Kettenfahrzeuge rollen sollen.

Die von Trump angekündigte Feier unter dem Titel "Salute to America" bedeutet einen Bruch mit der Tradition. Üblicherweise wird der Nationalfeiertag in den USA auf unpolitische und nicht militärische Weise begangen. Nachdem Trump im Jahr 2017 als Ehrengast beim französischen Nationalfeiertag in Paris eine Militärparade beobachtet hatte, wünschte er sich eine solche auch in der US-Hauptstadt. Die "Washington Post" berichtete, die Kosten dafür seien auf rund 92 Millionen Dollar geschätzt worden. Die Pläne seien gestoppt worden, als die Kosten bekannt geworden seien.

5375a988cf83ea6392b71a46c29f9d41.jpg

Spannend die Frage, ob es Trumps Gegnern gelingt, die "Baby Trump"-Ballons aufsteigen zu lassen.

(Foto: imago images / UPI Photo)

Die Opposition wirft Trump vor, die Feierlichkeiten zu politisieren und dem Steuerzahler die Rechnung für das Spektakel zu präsentieren. Trump wies Kritik an den Kosten bereits zurück. Diese "werden sehr gering sein im Vergleich zu dem, was es wert ist", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. "Uns gehören die Flugzeuge, wir haben die Piloten, der Flughafen (Andrews) ist gleich nebenan, alles, was wir brauchen, ist der Treibstoff. Uns gehören die Panzer und alles." Die Feuerwerke würden von Sponsoren bezahlt. "Es wird die Show des Lebens sein." Trump schrieb weiter: "Wir haben die großartigste Wirtschaft der Welt. Wir haben das großartigste Militär der Welt. Nicht schlecht!"

fbea06551aef9a0786790b506503ded0.jpg

Eine Militärband probte am Mittwoch bereits vor dem Lincoln Memorial auf der National Mall.

(Foto: REUTERS)

Die Gesamtkosten für die Militärschau in der US-Hauptstadt sind bislang nicht bekannt. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf eine nicht näher benannte Quelle, auch in der militärischen Führung gebe es Sorge über eine Politisierung der Veranstaltung. Im Pentagon habe es auch Bedenken gegeben, gepanzerte Fahrzeuge zur Schau zu stellen. Trump hatte dagegen am Dienstag auf Twitter geschrieben, das Pentagon und die militärische Führung seien "begeistert" darüber, den Amerikanern "das stärkste und fortschrittlichste Militär der Welt" vorzuführen.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP/dpa

Mehr zum Thema