Politik

Neue Vorwürfe in Ukraine-Affäre Giuliani drängte, Beweise "auszugraben"

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Rudy Giuliani ist für seine Verwicklungen in der Ukraine-Affäre in den Fokus der Justiz geraten.

(Foto: AP)

Für eine Schmutzkampagne gegen seinen Konkurrenten Joe Biden will der damalige US-Präsident Donald Trump 2019 auch die Ukraine einspannen. Sein Gehilfe ist Anwalt Rudy Giuliani. Doch der Plan scheitert. Nun zieht sich die Schlinge um Giulianis Hals weiter zu.

In der Ukraine-Affäre kommen weitere Details ans Licht. Einem Medienbericht zufolge sollen Mitschnitte eines im Juli 2019 geführten Telefongesprächs belegen, dass Rudy Giuliani, der Anwalt des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, ukrainische Beamte unter Druck gesetzt hat, unbegründeten Vorwürfen gegen Trumps Kontrahenten im Präsidentschaftswahlkampf, Joe Biden, nachzugehen.

Giuliani habe Andriy Yermak, einen Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, gedrängt, dieser solle die Staatsanwaltschaft einschalten und "Beweise untersuchen und ausgraben", berichtete der Sender CNN. Dann müsse es "auf die Biden-Sache hinauslaufen". Über die Ukraine-Affäre stolperte Trump noch während seiner Präsidentschaft und musste sich einem Amtsenthebungsverfahren stellen, das jedoch scheiterte.

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Der 76-jährige Anwalt steht schon seit einigen Wochen im Fokus der Justiz. Er wird verdächtigt, in den USA illegale Lobbyarbeit für ukrainische Kunden getätigt zu haben. Ende April hatten Ermittler der US-Bundespolizei FBI die Wohnung und das Büro Giulianis in New York durchsucht. Dabei wurden auch Handys und Computer beschlagnahmt. Trump hatte die Durchsuchung als "sehr, sehr unfair" bezeichnet.

Für Schlagzeilen sorgte Giuliani zuletzt nach Trumps Wahlniederlage gegen Biden bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November. Er führte den Feldzug des abgewählten Präsidenten gegen den Wahlausgang an. Der in seiner Zeit als New Yorker Bürgermeister während der Terroranschläge vom 11. September 2001 hoch angesehene Giuliani sorgte dabei wiederholt mit skurrilen Auftritten und unbelegten Wahlbetrugsvorwürfen für Aufsehen. Zuletzt arbeitete Giuliani nicht mehr für Trump.

Quelle: ntv.de, jug/AFP/rts

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