Politik

Bartsch rät zu US-Truppenabzug "Gleichzeitig die Atombomben mitnehmen"

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Fast 10.000 US-Soldaten sollen die Stützpunkte in Deutschland verlassen: Dietmar Bartsch würde dafür grünes Licht geben.

(Foto: dpa)

Medienberichten zufolge plant die US-Regierung einen massiven Truppenabzug aus Deutschland. Dietmar Bartsch würde das begrüßen. Der Linken-Chef hat zugleich eine weitere Empfehlung an das US-Militär.

Der Vorsitzende der Links-Fraktion Dietmar Bartsch sieht in dem angeblich geplanten US-Truppenabzug auch eine Chance. "Die Bundesregierung sollte ihn dankend annehmen und zeitnah einen Komplettabzug der US-Soldaten mit der Trump-Administration vorbereiten. Wenn die Soldaten abgezogen werden, sollten sie gleichzeitig die US-Atombomben mitnehmen", erklärte Bartsch in Berlin. Er fügte hinzu: "Das hätte den Kollateralnutzen, dass der Steuerzahler Milliarden sparen würde, weil neue Kampfjets nicht angeschafft werden müssten."

US-Präsident Donald Trump plant nach Medienberichten einen drastischen Abbau der US-Truppen in Deutschland. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Bezug auf ungenannte US-Regierungsvertreter, Trump habe das Pentagon angewiesen, die US-Truppenpräsenz in Deutschland von derzeit 34.500 Soldaten um 9500 zu reduzieren.

Außerdem solle eine Obergrenze von 25.000 US-Soldaten eingeführt werden, die gleichzeitig in Deutschland anwesend sein könnten. Auch "Der Spiegel" berichtete unter Bezug auf eigene Informationen über eine geplante massive Reduzierung der US-Truppenpräsenz in Deutschland.

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CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen kritisiert den möglichen Truppenabzug. "Ein solcher Abzug wäre unter jedem Gesichtspunkt sehr bedauerlich", sagte Röttgen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Einen sachlichen Grund für den Abzug vermag ich nicht zu erkennen", hob Röttgen weiter hervor.

"Die amerikanischen Soldaten sind willkommen in Deutschland, ihre Stationierung bei uns ist für die Koordination der internationalen militärischen Präsenz der USA enorm wichtig", sagte dazu Röttgen. Auch laufe die Zusammenarbeit "bestens", wie immer wieder von US-Militärs bestätigt werde, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages.

Quelle: ntv.de, mba/dpa/AFP