Politik

Andacht vor Parteizentrale Greenpeace bringt das C zurück zur CDU

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Mitarbeiter der CDU-Bundesparteizentrale transportieren das "C" ins Adenauerhaus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor knapp zwei Wochen entwendet Greenpeace das C aus dem Schriftzug vor der CDU-Parteizentrale - Repliken davon werden später in den sozialen Medien in ganz Deutschland gezeigt. Jetzt bringen Aktivisten den Buchstaben zurück - und werden von der CDU überrumpelt.

Das C ist wieder da: Greenpeace hat den vor eineinhalb Wochen aus der Parteizentrale geklauten Originalbuchstaben des CDU-Schriftzugs zurückgebracht. Aktivisten der Umweltorganisation transportierten das große rote C zurück zum Adenauerhaus in Berlin. Diesmal wurde allerdings Greenpeace von der CDU überrumpelt.

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CDU-Bundesgeschäftsführer Stefan Hennewig holte den Buchstaben zusammen mit Mitarbeitern sofort ins Adenauerhaus zurück. Ursprünglich hatte Greenpeace den Buchstaben auf ein Podium vor dem Gebäude gestellt. Ein evangelischer Pfarrer sollte dort eine Andacht halten - vor dem C und ohne Absprache mit der CDU. Auf das Angebot der CDU, doch eine gemeinsame Andacht im Adenauerhaus zu feiern, wollten die Aktivisten nur eingehen, wenn auch Fotografen hätten teilnehmen können - und sie sich vor dem C hätten versammeln dürfen. Darauf ging Hennewig jedoch nicht ein: "PR & Klamauk statt christliches Menschenbild - das hat nichts mit dem C zu tun", twitterte er.

Greenpeace-Klimaexpertin Marion Tiemann forderte die CDU auf, das C mit Leben zu erfüllen und ein neues, starkes Klimapaket vorzulegen. "Das, was da auf dem Tisch liegt, reicht laut Wissenschaft nicht aus. Und wer die Schöpfung bewahren will, muss das Klima schützen."

AKK reagierte anfangs humorvoll

Nachdem das C von Mitarbeitern der Parteizentrale ins Haus geholt worden war, sagte der Berliner Pfarrer Alexander Brodt-Zabka in einer Andacht vor dem Gebäude, das C könne niemand alleine für sich beanspruchen, es sei nicht für irgendeinen Zweck zu gebrauchen. Christliche Grundwerte ließen sich nicht vereinnahmen. Zugleich rief er zur Umkehr auf: "Ein immer mehr, immer weiter, immer höher führt in die Sackgasse."

Greenpeace-Aktivisten hatten den Buchstaben C am 21. November aus der Parteizentrale mitgenommen - unmittelbar vor dem CDU-Parteitag in Leipzig. In Messebau-Kleidung hatten sie Mitarbeitern des Adenauerhauses vorgetäuscht, sie gehörten zu einer Firma, die mit der Überarbeitung des Schriftzugs beauftragt sei. Das verbleibende "DU" hatten sie mit einem Banner ergänzt, sodass an der Glasfassade zu lesen war: "DU sollst das Klima schützen."

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zunächst humorvoll reagiert. "So ein C für Christlichkeit und Nachhaltigkeit kann auch Greenpeace nix schaden, leihen wir also gerne für kurze Zeit einmal aus." Auf dem CDU-Parteitag sagte sie dann, die CDU habe eine Verantwortung für die Schöpfung. Dies sei keine Greenpeace-Erfindung. Eine Kampagne der Organisation mit Kunststoff-Nachbildungen des Buchstabens hatte anschließend für Aufregung gesorgt, zuletzt in Erkelenz im rheinischen Braunkohlerevier. Nachdem dort ein Foto einer Replik des C in einer Kirche bekannt wurde, musste die Küsterin ihre Schlüssel abgeben. Sie hatte die Aktivisten in die Kirche gelassen.

Quelle: ntv.de, agr/dpa