Politik

Klimaaktivistin in Berlin Greta Thunberg wird "nie aufgeben"

Zum zweiten Mal stattet Greta Thunberg der deutschen Fridays-for-Future-Bewegung einen Besuch ab. Vor Tausenden jungen Klimaaktivisten sichert die Schwedin zu, niemals aufgeben zu wollen. Auch Kanzlerin Merkel scheint von dem Engagement der 16-Jährigen beeindruckt zu sein.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat bei einer Kundgebung der Fridays-for-Future-Bewegung in Berlin ein schnelles Handeln in der Klimakrise gefordert. Vor Tausenden Teilnehmern im Invalidenpark in Berlin-Mitte rief sie Politiker, Wirtschafts- und Medienvertreter dazu auf, sich stärker für den Klimaschutz einzusetzen.

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"Wir werden nie aufhören", sagte die 16-Jährige. Es gebe ihr Hoffnung, dass so viele Menschen für das Klima auf die Straße gingen. "Ich werde nie aufgeben." Thunberg kam zum zweiten Mal zu einem Klimaprotest in Berlin. Sie sprach mehrere Minuten zu den Schülern und Klimaaktivisten, die ihr laut applaudierten.

"Für uns junge Menschen reicht die Zeit nicht mehr, um erwachsen zu werden und die Verantwortung zu übernehmen, es muss jetzt sofort etwas passieren", sagte Thunberg. Es sei seltsam, dass vor allem junge Menschen sich Sorgen um das Klima machten und dafür ihre Ausbildung vernachlässigen müssten. Thunberg lobte den Einsatz der Fridays-for-Future-Bewegung in Deutschland und rief die Teilnehmer dazu auf, sich auf einen langen Kampf einzustellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte vor Journalisten in Berlin: "Wir hatten ja schon vor Greta im Koalitionsvertrag vereinbart, dass wir ein Klimaschutzgesetz brauchen." Die Ernsthaftigkeit, mit der Greta Thunberg und "viele, viele junge Leute" auf das Thema hinweisen, habe die Bundesregierung aber sicherlich zu einem schnelleren Handeln gebracht.

Thunberg war zuletzt Ende März 2019 zu Gast in Berlin, wo sie unter anderem einen Sonderpreis der Goldenen Kamera verliehen bekam. Von der schwedischen Schülerin inspiriert demonstrieren seit Monaten junge Menschen in Deutschland und anderen Ländern weltweit einmal pro Woche am Freitag, um gegen unzureichende Klimaschutzmaßnahmen zu protestieren.

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Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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