Politik

Von "kritisch" auf "ernst" Großbritannien senkt Terrorwarnstufe ab

1848becfbd7713a71ca8cc9adb6677dc.jpg

An der Station Parsons Green fahren wieder Züge.

(Foto: dpa)

Zwei Tage nach dem Anschlag in London hebt die Regierung die höchste Terrorwarnstufe wieder auf. Ein Anschlag wird aber immer noch als "sehr wahrscheinlich" eingestuft. Inzwischen sitzen zwei Menschen wegen der Tat vom Freitag in Haft.

Nach zwei Festnahmen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn haben die britischen Sicherheitsbehörden die höchste Terrorwarnstufe wieder aufgehoben. Die Warnstufe werde von "kritisch" wieder auf "ernst" abgesenkt, gab Innenministerin Amber Rudd bekannt. Dies bedeutet, dass ein Anschlag als "sehr wahrscheinlich" eingestuft wird.

Die höchste Terrorwarnstufe war am Freitag nach der Explosion in der Londoner U-Bahn mit 30 Verletzten ausgerufen worden. Sie bedeutete, dass nach Einschätzung der Behörden ein Anschlag unmittelbar bevorstehen könnte.

In einem U-Bahn-Waggon an der Station Parsons Green im Westen Londons war am Freitag im morgendlichen Berufsverkehr ein selbstgebauter Sprengsatz detoniert. Viele der Verletzten erlitten Verbrennungen, andere wurden in der anschließenden Panik niedergetrampelt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Die Behörden sind hier aber zurückhaltend, auch Experten sind skeptisch.

Festgenommen wurden bisher ein 21-Jähriger und ein 18-Jähriger, zu denen die Behörden noch wenig Details bekannt gaben. Rudd sagte lediglich, die Polizei versuche herauszufinden, wie der Teenager "radikalisiert" wurde.

Die Polizei durchsuchte am Samstag auch ein Haus in Sunbury in der Grafschaft Surrey nahe London, das Medienberichten zufolge einem älteren Pflegeelternpaar gehört. Am Sonntag gab es eine Durchsuchung in Stanwell unweit des westlichen Londoner Vororts Hounslow, wo der 21-Jährige gefasst worden war.

Quelle: ntv.de, mli/AFP