Politik

Bremer Sondierungsgespräche Grüne Spitze empfiehlt Rot-Rot-Grün

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Die grüne Spitzenkandidatin Maike Schaefer könnte sich für Bremen eine Koalition mit dem bisherigen SPD-Bürgermeister Carsten Sieling und den Linken vorstellen.

(Foto: imago images / Eckhard Stengel)

Bei der Landtagswahl in Bremen erleidet die SPD eine historische Niederlage. Trotzdem spricht sich der Landesvorstand der Grünen nun für eine Koalition mit Linken und Sozialdemokraten aus. Das letzte Wort haben jetzt die Mitglieder.

Vor der Mitgliederentscheidung der Bremer Grünen über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen hat sich deren Landesvorstand für Verhandlungen mit SPD und Linken ausgesprochen. Er empfahl den Mitgliedern nach einer Bewertung der Sondierungsgespräche der vergangenen Tage, für Verhandlungen über ein rot-grün-rotes Bündnis zu stimmen. Die Mitglieder entscheiden am Donnerstag auf einer Mitgliederversammlung.

Die Bremer Spitzenkandidatin und Bürgerschaftsfraktionschefin Maike Schaefer begründete die Entscheidung damit, dass es während der Sondierungen mit SPD und Linken Fortschritte in vielen Fragen gegeben habe, die aus grüner Sicht für die Zukunft wichtig seien. Sie nannte den Klimaschutz und eine Verkehrswende sowie soziale Fragen. Mit Rot-Grün-Rot seien diese Ziele besser zu erreichen.

Die CDU war bei der Bürgerschaftswahl am 26. Mai stärkste Kraft geworden und hatte in Bremen erstmals die SPD überholt, die dort seit mehr als 70 Jahren regiert. Die SPD lehnt eine große Koalition mit der CDU ab, für andere Zweierbündnisse fehlt die Mehrheit. Auch eine Ampelkoalition mit SPD und FDP kommt nicht in Frage, da die SPD diese ebenfalls ablehnt. Jamaika und Rot-Grün-Rot sind damit die einzigen Optionen zur Regierungsbildung.

Quelle: n-tv.de, mau/AFP

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