Politik

Regionalwahl in Katalonien Guardiola kandidiert für Separatisten

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Bayern Trainer Pep Guardiola will sich in Zukunft auch politisch engagieren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bereits in der Vergangenheit hat sich Bayern-Trainer Pep Guardiola für die Abspaltung Kataloniens von Spanien ausgesprochen. Laut spanischen Medien soll der Coach jetzt für das Regionalparlament seiner Heimat antreten, allerings nur symbolisch.

Der Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola, tritt für eine Abspaltung seiner Heimatregion Katalonien von Spanien ein. Wie der staatliche spanische Rundfunk (RNE) und die Zeitung "El País" berichten, wird der Coach des deutschen Fußballmeisters bei den Regionalwahlen am 27. September in Katalonien auf der Kandidatenliste eines separatistischen Parteienbündnisses stehen.

Guardiola hat nach diesen Informationen nicht die Absicht, Abgeordneter im Parlament in Barcelona zu werden. Er wolle aber das Vorhaben des katalanischen Regierungschefs Artur Mas zur Gründung eines unabhängigen Staates symbolisch unterstützen, hieß es. Daher werde er auf dem letzten Platz der Kandidatenliste rangieren.

Guardiola hatte schon wiederholt deutlich gemacht, dass er eine Abspaltung Kataloniens von Spanien unterstützt. Im vergangenen November flog er eigens von München in seine Heimatregion, um an einer symbolischen Abstimmung über die Unabhängigkeit teilzunehmen.

Die spanische Zentralregierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy lehnt eine Abspaltung vehement ab. Versuche des katalanischen Regierungschefs Artur Mas, ein Referendum zu der Frage abzuhalten, hatte das Verfassungsgericht nach einer Klage Madrids untersagt. Madrid sieht in einer Abspaltung einen Verstoß gegen die - in der Verfassung festgeschriebene - Einheit Spaniens.

Die separatistischen Parteien CDC (Demokratische Konvergenz) und ERC (Linksrepublikaner) wollen bei der Wahl mit einer gemeinsamen Liste antreten. Sie wollen den Urnengang zu einer Art von Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens machen.

Das Bündnis wollte noch am Montag seine Kandidatenliste vorstellen. Vorab bestätigte aber schon der CDC-Europaparlamentarier Ramon Tremosa Guardiolas Kandidatur. Dieser werde die "Einheitsliste" abschließen, teilte Tremosa über Twitter mit. Dagegen sagte der ERC-Sprecher Sergi Sabrià, seine Partei habe dafür noch keine Bestätigung. "Wir wären aber sehr stolz, wenn der Ex-Trainer des FC Barcelona auf der Liste stünde", betonte Sabrià.

Quelle: ntv.de, jki/dpa/AFP