Grippe-Vorsorge bei US-MilitärHegseth will mit Abschaffung der Impfpflicht "Ära des Verrats" beenden

Während der Corona-Pandemie werden Angehörige der US-Streitkräfte aus dem Dienst entlassen, wenn sie sich nicht gegen das Virus impfen lassen. Kriegsminister Hegseth hält grundsätzlich nichts von einer Impfpflicht für Soldaten. Er will der Truppe die "Freiheit" zurückgeben.
Das US-Verteidigungsministerium schafft mit sofortiger Wirkung die Grippe-Impfpflicht für Mitglieder des US-Militärs ab. "Das Kriegsministerium gewährt unseren Streitkräften erneut mehr Freiheit", schrieb Minister Hegseth auf X zu der Entscheidung. "Unter der katastrophalen Biden-Regierung führte dieses Pentagon an vielen Fronten einen unerbittlichen Krieg gegen unsere Soldaten", behauptete Hegseth in seiner Videobotschaft. Dazu habe auch gehört, "ihnen die einfache medizinische Selbstbestimmung und die Freiheit, ihre religiösen Überzeugungen zu äußern, zu verweigern".
Hegseth fügte hinzu: "Das ist vorbei! Die Ära des Verrats ist vorbei. Unter Präsident Trump ergreift das Verteidigungsministerium weiterhin entschlossene Maßnahmen, um unserer Streitmacht wieder Freiheit und Stärke zu verleihen." Die Vorstellung, dass eine Grippe-Impfung "für jeden Soldaten überall, unter allen Umständen und zu jeder Zeit verpflichtend sein muss, ist einfach zu weit gefasst und nicht rational".
Unter der neuen Richtlinie sollen Soldaten frei entscheiden können, ob sie sich gegen die Grippe impfen lassen. "Wenn Sie als amerikanischer Soldat, der mit der Verteidigung dieses Landes betraut ist, der Meinung sind, dass die Grippe-Impfung in Ihrem besten Interesse ist, dann steht es Ihnen frei, sich impfen zu lassen; Sie sollten es sogar tun. Aber wir werden Sie nicht dazu zwingen", betonte Hegseth.
Laut Mitteilung des Pentagons folgt die Anordnung auf ähnliche Maßnahmen des Ministeriums im Zusammenhang mit der Corona-Impfung. "Zwischen dem 24. August 2021 und dem 10. Januar 2023 verpflichtete das Ministerium die Angehörigen der Streitkräfte, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen." Über 8000 Angehörige der Streitkräfte seien wegen Verweigerung der Impfung unfreiwillig aus dem Militär entlassen worden. Hegseth erklärte, dass dies nicht wieder vorkommen werde.
Teile der "Make America Healthy Again"-Bewegung (eine Anlehnung an Trumps Slogan "Make America Great Again") stehen insbesondere der Impfung von Kindern skeptisch gegenüber. Auch der aktuelle Gesundheitsminister der US-Regierung, Robert F. Kennedy Jr., gilt als Impfgegner. Der Neffe des einstigen US-Präsidenten John F. Kennedy hat vielfach Zweifel an Impfungen gestreut und Verschwörungstheorien verbreitet. Unter anderem hat er die wissenschaftlich widerlegte These vertreten, Impfungen könnten Autismus auslösen.