Politik

Gerichtserfolg für Volker Beck Hildmann in Abwesenheit verurteilt

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Attila Hildmann hält sich inzwischen nicht mehr in Deutschland auf.

(Foto: imago images/Mike Schmidt)

Mit einer verbalen Drohung gegen den Grünenpolitiker Volker Beck sorgt Attila Hildmann im vergangenen Sommer für Empörung. Jetzt urteilt ein Gericht, dass der selbst ernannte Verschwörungsprediger derartige Äußerungen unterlassen muss. Hält er sich nicht daran, könnte es teuer werden.

Der frühere Bundestagsabgeordnete Volker Beck hat sich vor dem Berliner Landgericht erfolgreich gegen Äußerungen des Verschwörungstheoretikers und Vegankochs Attila Hildmann gewehrt. Hildmann wurde am Donnerstag dazu verurteilt, Drohungen und Beleidigungen, wie er sie im vergangenen Sommer ausgesprochen hatte, zu unterlassen, wie ein Gerichtssprecher am heutigen Freitag mitteilte.

Im Juli vergangenen Jahres soll Hildmann den Grünen-Politiker verbal bedroht haben. So soll Hildmann gesagt haben, wenn er "Reichskanzler wäre", solle für Beck die Todesstrafe "durch Eiertreten" eingeführt werden. Zudem setzte Hildmann im Juli und September 2020 jeweils beleidigende Kommentare über einen Messenger-Dienst ab.

Bei dem Urteil handelte es sich nach Gerichtsangaben um ein sogenanntes Versäumnisurteil. Es erging, da für die Beklagtenseite niemand erschienen war. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig - innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung kann Einspruch eingelegt werden. Hält sich Hildmann nicht an das Urteil, drohen ihm Ordnungsgeld oder Ordnungshaft.

Früher als veganer Kochbuchautor und Fitness-Guru bekannt, nennt Hildmann sich inzwischen selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger. Er trat bei Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen auf. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Volksverhetzung, Verdachts der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Ein Haftbefehl gegen Hildmann kann nicht vollstreckt werden, denn er ist in der Türkei. Laut Staatsanwaltschaft besitzt er neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa

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