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Nächster Konfliktherd eskaliertHisbollah attackiert syrische Armee

10.03.2026, 07:24 Uhr
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Kämpfer der proiranischen Hisbollah (Archivbild). (Foto: picture alliance/dpa)

Die Hisbollah kämpft derzeit an der Seite des Iran gegen Israel. Jetzt legt sich die Miliz offenbar mit einem weiteren Nachbarn an: Die Terrorgruppe aus dem Libanon beschießt Syrien mit Artillerie.

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zufolge Artilleriegranaten auf syrisches Territorium abgefeuert. Die Granaten seien in der Nacht bei Serghaja westlich von Damaskus gelandet, berichtete Sana unter Berufung auf die Armee. Ziel der Hisbollah-Angriffe seien syrische Armeestellungen gewesen.

Die syrische Armee warf der libanesischen Miliz vor, ihre Stellungen an der syrisch-libanesischen Grenze auszubauen. Die Armee erklärte, sie werde Angriffe auf Syrien nicht tolerieren

Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hatte zuvor angekündigt, den Libanon bei der Entwaffnung der proiranischen Terrorgruppe zu unterstützen. Al-Scharaa zeigte bei einem Treffen mit EU-Vertretern demnach seine volle Unterstützung für "die ernsthaften und entschlossenen Schritte, die die Regierungen des Irak und des Libanon unternommen haben, um ihre Nationen vor der anhaltenden Gewalt zu schützen."

Mit dem Beginn der Luftangriffe Israels und der USA auf den Iran Ende Februar war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei bei dem US-israelischen Angriff griff die mit dem Iran verbündete Hisbollah Israel an. Israel reagierte mit Gegenangriffen.

Die Hisbollah hatte den früheren syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützt, der im Dezember 2024 von Kämpfern unter Führung der islamistischen HTS-Miliz gestürzt wurde. Der ehemalige HTS-Anführer Ahmed al-Scharaa führt die derzeitige syrische Übergangsregierung an. Die syrischen und libanesischen Behörden versuchen, die Schmuggelrouten der Hisbollah entlang der Grenze zu unterbrechen.

Quelle: ntv.de, lme/AFP

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