Politik

"Dann wird das nichts"Hoeneß attackiert die SPD: "Frau Bas ist nicht gerade hilfreich"

23.05.2026, 10:59 Uhr
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Uli Hoeneß bangt um die Zukunft Deutschlands. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Kommentare zum politischen Tagesgeschehen sind bei Uli Hoeneß keine Seltenheit. Auch für die Krise der schwarz-roten Koalition macht der frühere Bayern-Boss eine Ursache aus: die SPD. Speziell die Partei-Linken um Arbeitsministerin Bas sind ihm ein Dorn im Auge.

Uli Hoeneß sieht die SPD als Hauptschuldige der aktuellen Regierungskrise. Bundeskanzler Friedrich Merz habe "leider mit der SPD einen Partner, der nicht begreift, dass es ihre letzte Patrone im Gewehr ist", sagte Hoeneß dem "Spiegel". "Wenn die Linken in dieser Partei nicht begreifen, dass sie in der Regierung sind, um Deutschland voranzubringen, und nicht, um ihre Ideologie hier jedes Mal durchzusetzen, dann wird das nichts. Wenn diese Regierung durchfällt, dann haben wir die AfD, egal wo in diesem Land, in der Regierung mit. Und das wäre doch die größte Katastrophe."

Hoeneß zufolge hat Vizekanzler und SPD-Co-Chef Lars Klingbeil mehr Probleme, in seiner eigenen Partei Dinge durchzusetzen, als mit der CDU Lösungen zu finden. Kritik äußerte der frühere Bayern-Boss vor allem an Klingbeils Co-Vorsitzender Bärbel Bas: "Frau Bas ist ja nicht gerade hilfreich."

Es ist nicht die erste Warnung von Hoeneß in Richtung der schwarz-roten Koalition. Kurz bevor CDU, CSU und SPD die Regierung übernahmen, sagte er: "Man muss dieser neuen Regierung eine Chance geben." Zugleich warnte der frühere Sportfunktionär, dass Schwarz-Rot nicht scheitern dürfe. "Wenn das schiefgeht, dann werden möglicherweise bei einer neuen Wahl in vier Jahren zum Beispiel die AfD Stimmen kriegen, die sie nicht verdient haben und wozu sie nicht befähigt sind", sagte Hoeneß im März 2025 in der ARD. "Denn dann kommt die Zeit der Unfähigen, und das wollen wir doch alle nicht."

"Das darf niemals sein!"

Uli Hoeneß war über Jahrzehnte Manager und Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München. Zugleich kommentiert der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters seit vielen Jahren das politische Tagesgeschehen. So positionierte sich Hoeneß 2024 öffentlich gegen die AfD. Mit Blick auf die öffentliche Stimmung in Deutschland sagte er damals bei der Trauerfeier für Franz Beckenbauer, dass er sich die Aufbruchstimmung der Fußball-WM 2006 zurückwünsche, schränkte jedoch ein: "Ich möchte ganz deutlich betonen, dass ich die AfD bei diesem Prozess nicht dabeihaben möchte."

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In einem Interview mit der "FAZ" äußerte er wenig später Besorgnis über die Popularität der AfD. "Abends schaue ich sehr viel ntv", sagte Hoeneß. "Da kommen dann Dokumentationen, hin und wieder auch über die Nazizeit: über Auschwitz, über Birkenau", also die Konzentrations- und Vernichtungslager der Deutschen. "Da bin ich jedes Mal so aufgewühlt. Wenn unser Land auch nur annähernd wieder in so eine Richtung geht - das darf niemals sein!"

Quelle: ntv.de, chr

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