Politik

"Höllische Lage" in Daraa Hunderte Angriffe erschüttern Süden Syriens

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Auch vom Boden aus schickte die Syrische Armee Raketen in Richtung der von Rebellen kontrollierten Stadt Daraa.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Offensive ist heftig: Mit mehr als 600 Angriffen an einem Tag versuchen russische und Al-Assad-treue Truppen, die Rebellen aus Syriens Provinz Daraa zu vertreiben. Es "regne" Bomben, heißt es bei den Aufständischen. Hunderttausende sind auf der Flucht.

Die syrische Luftwaffe hat zusammen mit ihrem Verbündeten Russland massiv Rebellenstellungen in der Provinz Daraa im Süden des Landes bombardiert. Seit dem Scheitern von Verhandlungen am Mittwochabend habe es mehr als 600 Angriffe gegeben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Oppositionelle Aktivisten bezeichneten die Lage als "höllisch". Bomben und Raketen "regneten" auf die Provinzhauptstadt Daraa und ländliche Gebiete im Osten der Provinz herunter, sagte der Aktivist Abu Omar al-Darawi. Daraa ist eine der letzten Regionen in Syrien, die noch unter Kontrolle von Rebellen stehen.

Russland hatte den Rebellen zuvor ein Ultimatum gestellt. Die Oppositionskämpfer sollten demnach kapitulieren und ihre Gebiete an die syrische Regierung übergeben. Andernfalls drohten weitere Angriffe.

Die syrische Armee geht seit dem 19. Juni mit Unterstützung russischer Kampfflugzeuge in einer großen Offensive gegen Rebellen im Süden des Landes vor. Nach UN-Angaben wurden seither zwischen 270.000 und 330.000 Menschen in die Flucht getrieben.

Zugleich tritt Moskau als Vermittler zwischen den Rebellen und Damaskus auf. An diesem Donnerstag kommt der UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zur Lage im Süden Syriens zusammen.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa

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