Politik

Vor Kavanaugh-Abstimmung Hunderte protestieren am US-Kongress

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Drei Frauen werfen Brett Kavanaugh sexuellen Missbrauch vor.

(Foto: imago/UPI Photo)

Kurz bevor der US-Senat über die mögliche Ernennung Brett Kavanaughs zum Richter am Supreme Court abstimmt, versammeln sich Hunderte für Proteste vor dem Sitz des Kongresses. Auf der Treppe des Kapitols werden einige Demonstranten festgenommen.

Kurz vor der Abstimmung im US-Senat über die Ernennung des umstrittenen Juristen Brett Kavanaugh zum Richter am Supreme Court haben vor dem Kapitol in Washington Hunderte Menschen protestiert. Rund 2000 Demonstranten, die meisten von ihnen Frauen, versammelten sich vor dem Sitz des US-Kongresses und riefen Parolen gegen Kavanaugh. Etwa 150 Demonstranten drangen trotz Absperrungen auf die Treppe des Kapitols vor. Sie wurden von der Polizei festgenommen.

Mindestens 60 Protestteilnehmer wurden in Handschellen abgeführt. Auch vor dem nahe gelegenen Obersten Gericht gab es eine Demonstration gegen Kavanaugh. Die Teilnehmer hielten auf den Treppen des Gerichts ein Transparent mit der Aufschrift: "Der November wird kommen." Im November finden in den USA die Kongresswahlen statt. Prognosen sehen die Demokraten im Aufschwung, die bei einem Wahlerfolg den Einfluss der Republikaner schmälern könnten.

Der US-Senat hat den umstrittenen Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht bestätigt. Eine Mehrheit der Senatoren stimmte am Samstag für Brett Kavanaugh. Der Abstimmung in der Kongress-Kammer war ein wochenlanger Streit über die Nominierung von Kavanaugh vorausgegangen, dem drei Frauen sexuelle Übergriffe in den 1980er Jahren vorgeworfen haben.

Quelle: n-tv.de, agr/AFP

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