Politik

Behörden bestätigen MasernfälleICE-Haftanstalt in Texas verhängt Quarantäne für Migranten

02.02.2026, 16:05 Uhr
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Migranten in der Haftanstalt im texanischen Dilley (Archivbild). (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Schlagzeilen um die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE reißen nicht ab. Nun stehen die Haftbedingungen in einer Einrichtung im Bundesstaat Texas im Fokus. Nach einem Masernausbruch sorgen sich Anwälte um den Zugang zu den Migranten.

In einer Haftanstalt der US-Einwanderungsbehörde ICE im Süden von Texas sind Masern festgestellt worden. Nach zwei bestätigten Infektionen seien mehrere Migranten in Quarantäne gekommen, die Kontakt mit den Infizierten gehabt haben könnten, teilte eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums mit. US-Medienberichten zufolge handelt es sich um eine Einrichtung, in der Eltern und Kinder wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Einwanderungsgesetze festgehalten werden.

"Jegliche Bewegung" in der Einrichtung sei untersagt worden, teilte das Ministerium weiter mit. Was das konkret für die Inhaftierten bedeutet und wie lange die Maßnahme bestehen bleiben soll, ist bisher unklar. Die Infektionen wurden der Ministeriumssprecherin zufolge am Samstag von den texanischen Gesundheitsbehörden bestätigt.

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in Extremfällen lebensbedrohlich sein. Mit Masern-Viren kann man sich über Speicheltröpfchen in der Luft anstecken.

Anwältin sorgt sich um Zugang zur Haftanstalt

Die Einrichtung in dem Ort Dilley war zuletzt wegen der Inhaftierung eines Fünfjährigen in die Schlagzeilen geraten. Er war mit seinem Vater vor rund zwei Wochen bei einer Razzia im Bundesstaat Minnesota aufgegriffen und in Gewahrsam genommen worden. Nach einer Gerichtsentscheidung kamen die beiden am Sonntag wieder frei.

Die Anwältin Neha Desai, die sich für Kinder in Gewahrsam einsetzt, mahnte, die Masern dürften nicht als Vorwand genommen werden, um ihr und ihren Kollegen den Zugang zur Einrichtung zu verwehren, sagte sie dem Sender CBS.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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