Politik

Kontakt zu Manchester-Attentäter IS-Spur führt nach Deutschland

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Hashim Ramadan Abedi wurde nach dem Attentat in Libyen festgenommen und soll als Unterstützer seines Bruder gedient haben.

(Foto: AP)

Im Mai 2017 tötet Salman Abedi bei einem Konzert in Manchester 22 Menschen, Dutzende weitere werden verletzt. Nun stellt sich heraus: Sein Bruder und mutmaßlicher Komplize reiste vorher mehrfach nach Deutschland.

Nach dem tödlichen Anschlag auf ein Konzert in Manchester verfolgen die Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge auch eine Spur nach Deutschland. Der Bruder und mutmaßliche Komplize des Manchester-Attentäters Salman Abedi sei zwei Mal nach Leipzig und Weißenfels gereist, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf Sicherheitskreise. So habe die Bundespolizei Hashim Abedi am 17. Dezember 2016 ohne Fahrkarte im Zug von Weißenfels nach Leipzig kontrolliert. Dabei habe sich der Engländer mit libyschen Wurzeln gegenüber den Beamten mit seinem britischen Führerschein ausgewiesen.

Abedi, der seinem älteren Bruder Salman den Sprengstoff beschafft und ihn logistisch unterstützt haben soll, hat dem Bericht zufolge drei libysche Geschäftsleute in Sachsen-Anhalt und Leipzig kontaktiert, die unter anderem in Weißenfels dutzende Wohnungen angekauft hätten. Alle drei Investoren werden von britischen Geheimdienstbehörden als Geldwäscher eingestuft.

Den Hinweisen aus Großbritannien gehen die deutschen Behörden nun nach. Die Reisetätigkeiten Abedis könnten auf einen libyschen Zirkel zur Terrorfinanzierung in Deutschland hindeuten. Die Staatsanwaltschaft Halle durchsuchte nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" vergangenen Juli die Geschäftsräume eines der drei Unternehmer in Weißenfels und Leipzig. Dabei soll es um Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigung von Arbeitskräften gegangen sein.

Hashim Abedi wurde nach dem Manchester-Attentat in seiner libyschen Heimat festgenommen. Er räumte laut libyscher Polizei ein, von den Anschlagsplänen seines Bruders gewusst zu haben. Er soll wie Salman Abedi Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sein. Bei dem Anschlag im Mai starben 22 Besucher eines Pop-Konzerts sowie der Attentäter.

Quelle: ntv.de, lou/AFP

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