Politik

Tod bei Anti-IS-Offensive IS erschießt Journalisten in Libyen

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Streitkräfte der libyschen Einheitsregierung versuchen im Rahmen der Offensive mit internationaler Unterstützung Sirte vom IS zurückzuerobern.

(Foto: REUTERS)

Nach dem Sturz von Machthaber Gaddafi stürzt Libyen ins Chaos. Davon profitiert auch der IS, der sich die unübersichtliche Lage zu Nutze macht. Ein niederländischer Fotograf bezahlt für seine Berichte aus dem Land mit dem Leben.

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In der libyschen Stadt Sirte ist ein niederländischer Pressefotograf erschossen worden. Dies meldet das belgische Magazin "Knack", für das der Journalist unter anderem gearbeitet hatte. Jeroen Oerlemans habe aus Sirte über die Offensive gegen den Islamischen Staat (IS) berichtet.

Ein Arzt im Krankenhaus von Misrata sagte, der Fotograf sei an den Folgen eines Schusses in die Brust gestorben. In dem Krankenhaus 200 Kilometer westlich von Sirte werden regierungstreue Kämpfer behandelt. Ein Scharfschütze des IS soll Oerlemans erschossen haben, obwohl er eine schusssichere Weste trug.

Nach dem Sturz und dem Tod des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi infolge eines französischen und britischen Militäreinsatzes im Jahr 2011 war das nordafrikanische Land ins Chaos gestürzt. Offiziell ist eine international unterstützte Einheitsregierung im Amt, tatsächlich beherrschen aber verfeindete Milizen den Staat. Der IS nutzte die unübersichtliche Lage in Libyen um sich auszubreiten, unter anderem in Gaddafis einstiger Heimatstadt Sirte.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/dpa