Politik

Gezielter Angriff auf Schiiten IS verübt Anschlag auf Heiligtum im Irak

Zahlreiche schiitische Pilger versammeln sich bei einer Zeremonie in Bagdad.

Zahlreiche schiitische Pilger versammeln sich bei einer Zeremonie in Bagdad.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nur wenige Tage nach dem verheerenden Anschlag in Bagdad hat der IS erneut ein blutiges Attentat verübt. Dutzende Besucher des Sajjid-Mohammed-Schrein in Balad werden Opfer der Selbstmordattentäter.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen schiitischen Schrein sind mindestens 40 Menschen getötet worden. Wie ein Polizeibeamter vor Ort sagte, wurden mehr als 70 Menschen verletzt. Irakische Sicherheitskräfte teilten in einer Erklärung weiter mit, der Anschlag ereignete sich in der Nacht an dem schiitischen Sajjid-Mohammed-Schrein in Balad, rund 70 Kilometer nördlich von Bagdad. Zur Tat bekannte sich die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Zunächst sei der Schrein mit Mörsergranaten angegriffen worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Selbstmordattentäter hätten dann das Feuer eröffnet, zwei von ihnen hätten sich danach auf einem Markt in der Nähe des Schreins in die Luft gesprengt. Der dritte Attentäter sei getötet und sein Sprengstoffgürtel entschärft worden.

Am Sonntag waren bei einem Selbstmordanschlag im belebten Geschäftsviertel Karrada im Zentrum von Bagdad nach neuen Angaben mindestens 292 Menschen getötet worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat erklärte laut dem auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmen Site, der Selbstmordanschlag habe sich gegen die schiitische Bevölkerungsmehrheit gerichtet. Die sunnitische IS-Miliz verübt immer wieder Anschläge auf Zivilisten in Bagdad und anderen irakischen Städten.

Quelle: n-tv.de, sro/dpa/AFP

Mehr zum Thema