Tanks der Raffinerie in FlammenIm russischen Hafen Tuapse brennt es erneut

Gerade erst attackieren die Ukrainer den für den Ölexport wichtigen russischen Hafen Tuapse. Kaum ist das Feuer gelöscht, kommt der nächste verheerende Angriff. Kiew freut sich über die gigantischen finanziellen Verluste für den Kreml.
Die Ukraine hat erneut den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar getroffen. Bei einem Drohnenangriff kam mindestens ein Mensch ums Leben, eine weitere Person sei verletzt worden, schrieb der russische Gouverneur Weniamin Kondratjew auf Telegram. Der Hafen stehe in Flammen. Trümmerteile von Drohnen beschädigten zudem mehrere Gebäude, darunter einen Kindergarten und ein Wohnhaus. Das Portal "Kyiv Independent" berichtet unter Berufung auf Anwohner von Explosionen, mindestens zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens.
Der Hafen war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Bei dem Angriff am Donnerstag waren dem Regionalgouverneur zufolge bereits ein 14-jähriges Mädchen und eine junge Frau getötet worden.
Am Schwarzen Meer ist Tuapse einer der wichtigsten Häfen für den russischen Ölexport. Hier gibt es auch eine Raffinerie, die zu den zehn größten des Landes gehören soll und die dem größten russischen Ölkonzern Rosneft gehört. Tuapse liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Großstadt Sotschi.
Die ukrainischen Langstreckenangriffe auf die russische Ölindustrie haben laut Wolodymyr Selenskyj allein im März Milliardenverluste für Moskau zur Folge. "Unsere Langstrecken-Sanktionen zeigen weiterhin Wirkung - ich bin all unseren Kämpfern für ihre Präzision dankbar", sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videoansprache.
"Allein im März belaufen sich Russlands Öleinnahmeverluste durch unsere Langstreckenfähigkeiten schätzungsweise auf mindestens 2,3 Milliarden US-Dollar. In nur einem Monat. Wir setzen diese Arbeit im April fort." Laut "Kyiv Independent" wurden durch Drohnenangriffe und Beschlagnahmung von Öltankern der sogenannten russischen Schattenflotte im April rund 40 Prozent der russischen Öl-Exportkapazitäten lahmgelegt.
Selenskyj äußerte zudem sein Bedauern über die Entscheidung der USA, die Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland zu verlängern. "Diese Entscheidung wird der Diplomatie keinen wirklichen Nutzen bringen - und jeder Dollar aus dem Ölgeschäft ermutigt Russland nur, den Krieg fortzusetzen."