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Vergewaltigung in Freiburg Innenminister will Polizeipräsenz erhöhen

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Mehr Polizisten sollen die Sicherheit in Freiburg erhöhen.

(Foto: dpa)

Obwohl ein Täter bereits per Haftbefehl gesucht wird, wird er ein weiteres Mal straffällig. Und vergewaltigt in Freiburg gemeinsam mit Freunden eine 18-Jährige. Nach der Tat gerät Innenminister Strobl unter Druck. Nun kündigt er Konsequenzen an.

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg kündigt der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl politische Konsequenzen an. Der CDU-Politiker erklärte zwar, dass die Gewaltkriminalität in Freiburg seit 2017 um fünf Prozent zurückgegangenen, die Situation in puncto Sexualdelikten allerdings immer noch "sehr angespannt" sei.

"Dieser Fall zeigt, dass politische Konsequenzen auch auf Bundesebene notwendig sind", so Strobl weiter. Doch die Betreuung von Intensivtätern, Mehrfachtätern und Integrationsverweigerern mit Migrationshintergrund könne nicht ausschließlich auf den Schultern des Innenministeriums lasten. Der CDU-Politiker kündigte an, Fälle an regionale Außenstellen abgeben zu wollen.

Zudem soll in Freiburg die Polizeipräsenz erhöht werden. Dafür werde es zusätzliches Personal geben, so der Innenminister. Zusätzliche Polizeireiter und Polizei-Assistenten, die die Polizei unterstützen, sollen für mehr Sicherheit in der Stadt sorgen. Strobl kündigte ferner eine härtere Strafverfolgung vor allem von kriminellen Flüchtlingen an. "Wer hier straffällig wird, dem entziehen wir die Aufenthaltserlaubnis", sagte er und fügte hinzu: "Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen."

Der Ressortchef war in Erklärungsnot geraten, nachdem ein Haftbefehl wegen anderer Delikte gegen einen der späteren mutmaßlichen Vergewaltiger nicht vollstreckt worden war. Acht Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Zwei weitere Verdächtige werden noch gesucht. Denn einige DNA-Spuren an dem Opfer konnten bislang niemandem zugeordnet werden.

Das 18-jährige Opfer war in der Nacht zum 14. Oktober nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um sieben Syrer im Alter von 19 Jahren bis 29 Jahren und einem 25 Jahre alten Deutschen. Der inzwischen 22 Jahre alte Hauptverdächtige gilt nach Einschätzung der Polizei als Intensivtäter.

Quelle: n-tv.de, kpi

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