Politik

IS verliert dramatisch an Boden Irakische Truppen rücken in Tikrit ein

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Die irakischen Soldaten werden von schiitischen Milizionären unterstützt.

REUTERS

Mehr als eine Woche nach Beginn einer Großoffensive gegen die IS-Terrormiliz melden irakische Streitkräfte die Einnahme erster Teile der Stadt Tikrit. Armee und schiitische Milizen hätten die irakische Flagge über einem Militärkrankenhaus gehisst.

Im Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz im Irak sind Regierungstruppen erstmals seit neun Monaten in Tikrit eingerückt. Gemeinsam mit verbündeten schiitischen Milizionären hätten sie das Stadtviertel Kadissija teilweise erobert, teilten Sicherheitskräfte und der Gouverneur von Tikrit, Raed al-Dschuburi, mit.

"Der Gouverneur von Salahuddin hat die Säuberung des halben Bezirks Kadissija gemeldet, des größten Viertels von Tikrit", erklärte Al-Dschuburi. In der Geburtsstadt des einstigen Machthabers Saddam Hussein hatten die IS-Extremisten Mitte vergangenen Jahres die Herrschaft übernommen.

Soldaten und schiitische Milizionäre hätten die irakische Flagge über dem Militärkrankenhaus in Kadissija gehisst, erklärten die Sicherheitskräfte. Die Offensive habe dann gestoppt werden müssen, weil die vorrückenden Soldaten unter Beschuss von Heckenschützen geraten seien. Auch Sprengsätze in den Straßen und Gebäuden müssten geräumt werden. Westlich der Stadt seien die Regierungssoldaten durch ein Minenfeld aufgehalten worden, hieß es in Sicherheitskreisen. Südlich von Tikrit hätten die Armee und Militärhubschrauber IS-Stellungen angegriffen, einen Einsatz von Bodentruppen gebe es aber derzeit nicht.

Am Dienstag hatten die irakische Armee und ihre Verbündeten die Stadt Al-Alam eingenommen, die letzte Bastion vor Tikrit. Der sogenannte Islamische Staat (IS) hat weite Teile im Irak und im Nachbarland Syrien unter seine Gewalt gebracht und über die Staatsgrenze hinweg ein Kalifat ausgerufen.

Quelle: n-tv.de, ppo/rts

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