Politik

Gefangenenaustausch mit Teheran Iran lässt deutschen Staatsbürger frei

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Nur wenige Informationen sind über den Gefangenenaustausch durchgedrungen.

(Foto: imago images/Xinhua)

Ein Deutscher wird im Rahmen eines Gefangenenaustauschs aus iranischer Haft entlassen. Wie die iranischen Behörden nun mitteilen, soll der Mann bereits wieder in Deutschland sein. Zuvor wurde ein Iraner aus einem deutschen Gefängnis freigelassen. Bislang sind nur wenige Details zum Austausch bekannt.

Der Iran hat die Freilassung eines Deutschen im Zuge eines Gefangenenaustausches bekannt gegeben. Wie der Justizsprecher Gholamhossein Esmaili in Teheran sagte, wurde der Deutsche im Austausch gegen einen Iraner freigelassen, der wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Sanktionen in Deutschland inhaftiert war und am Sonntag in den Iran zurückgekehrt war. Der Deutsche, zu dem die iranische Justiz zunächst keine weiteren Angaben machte, kam demnach am Montag frei und kehrte bereits nach Deutschland zurück.

Am Montag hatte Teheran die Freilassung des Iraners Ahmed Chalili aus deutscher Haft bekannt gegeben. Wie ein Sprecher des Außenministeriums sagte, war er "unter dem Vorwand, gegen die illegalen und brutalen Sanktionen der USA" verstoßen zu haben, in Deutschland festgenommen worden. Ihm drohte demnach die Abschiebung in die USA.

Verhandlung auf der Sicherheitskonferenz?

Am Sonntag sei Chalili dann nach "intensiven diplomatischen Konsultationen" freigekommen und gemeinsam mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif nach Teheran geflogen. Sarif hatte am Wochenende an der Sicherheitskonferenz in München teilgenommen. Unklar blieb, wann Chalili in Deutschland festgenommen worden war. Laut einige Jahre alten iranischen Medienberichten war er ein Verantwortlicher der zivilen Luftfahrt des Iran.

Washington und Teheran, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, hatten im Dezember Gefangene ausgetauscht. Die USA hatten das Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 aufgekündigt und wieder Sanktionen gegen Teheran verhängt.

Quelle: ntv.de, sgu/AFP