Politik

Suche nach drei Jugendlichen Israel riegelt Hebron ab

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Nahe Hebron suchen israelische Soldaten nach Spuren der Jugendlichen.

(Foto: REUTERS)

Nach der Entführung der drei vermissten Jugendlichen im Westjordanland verstärkt Israel seine Suche. Dutzende Palästinenser werden dabei verhaftet. Premier Netanjahu sieht die Palästinenserbehörde in der Verantwortung.

Nach der Entführung von drei israelischen Jugendlichen hat die Armee im Westjordanland nach eigenen Angaben rund 80 Palästinenser festgenommen. Darunter waren nach Rundfunkangaben zahlreiche Mitglieder der radikalislamischen Hamas.

Als Teil der Suche riegelte Israel das südliche Westjordanland mit der Stadt Hebron ab. "Wir sind fest entschlossen, die Jungs schnell, sicher und gesund heimzubringen", teilte Armeesprecher Peter Lerner mit.

Bei einer Sitzung seines Kabinetts in Jerusalem sagte Premier Benjamin Netanjahu, dass hinter der Tat dieselbe Hamas stecke, die eine Einheitsregierung mit der gemäßigten Fatah gebildet habe. Am Samstag hatte er noch von "einer Terrororganisation" gesprochen. Zugleich hatte er die Palästinenserbehörde für das Wohl der Entführten verantwortlich gemacht.

Die 16 bis 19 Jahre alten Schüler einer jüdischen Religionsschule bei Bethlehem werden seit Donnerstagabend vermisst. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Entführung, forderte die sofortige Freilassung der drei und drückte seine Solidarität mit den Familien aus. Ban äußerte "tiefe Sorge über den Trend in Richtung Gewalt".

Israels Luftwaffe bombardierte in der Nacht zum Sonntag erneut mehrere Ziele im Gazastreifen. Dabei wurde nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch verletzt. Israel reagierte damit auf neue Raketenangriffe militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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