Politik

"Außergewöhnliche Leistung"Israels Armee findet Leiche von letzter Geisel im Gazastreifen

26.01.2026, 16:05 Uhr
00:00 / 02:22
December-18-2025-New-York-New-York-USA-SHIRA-GVILI-takes-a-moment-as-she-speaks-at-the-Security-Council-stakeout-on-her-brother-RAN-GVILI-poster-the-last-remaining-Israeli-hostage-held-in-Gaza-believed-to-be-alive-and-with-his-location-reported-to-be-known-Permanent-Representative-of-Israel-to-the-United-Nations-DANNY-DANON-stands-in-the-background-beside-her
Ran Gvili wurde von der Hamas getötet. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)

Die israelische Armee findet im Gazastreifen die Leiche der letzten dort verbliebenen Geisel und bringt diese zurück in die Heimat. Aus der Regierung heißt es, sie habe damit ihr Versprechen erfüllt.

Der Leichnam der letzten Geisel der Hamas im Gazastreifen ist nach Angaben der israelischen Armee identifiziert und nach Israel gebracht worden. Die Armee teilte mit, Militärvertreter hätten die Familie von Ran Gvili darüber informiert, dass ihr Angehöriger "formal identifiziert und für die Beisetzung in die Heimat gebracht wurde". Damit seien nun alle Geiseln der radikalislamischen Hamas zurückgeführt worden.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete die nun abgeschlossene Rückholung aller lebenden und verstorbenen Geiseln als "außergewöhnliche Leistung für den Staat Israel". Er erklärte: "Wir haben versprochen - und ich habe versprochen -, alle zurückzuholen. Wir haben sie alle zurückgebracht, bis auf den letzten Gefangenen."

Am Montagfrüh hatte Netanjahus Büro die Zustimmung Israels zu einer "eingeschränkten Wiedereröffnung" des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten für den Fußgängerverkehr bekannt gegeben - jedoch die Rückgabe der letzten verbliebenen Geisel zur Voraussetzung dafür gemacht.

USA sollen Israel gedrängt haben

Der kürzlich ernannte Vorsitzende der Übergangsverwaltung für den Gazastreifen, Ali Schaath, hatte am vergangenen Donnerstag eine Öffnung des Grenzübergangs in beide Richtungen angekündigt. Der Grenzübergang im Süden des Gazastreifens ist eine wichtige Passage für humanitäre Hilfe für die 2,2 Millionen Einwohner des Palästinensergebiets.

Medienberichten zufolge hatten die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner die israelische Regierung während ihres Besuchs am Wochenende zu einer Öffnung des Grenzübergangs gedrängt. Seit dem 10. Oktober gibt es im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel. Beide Seiten werfen einander jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor.

Quelle: ntv.de, rog/rts

IsraelMord und TotschlagGazastreifenHamasGazaGeiselnahmen