Politik

Sexualisierte Bilder auf XJD Vance stellt sich in KI-Streit offenbar gegen Elon Musk

11.01.2026, 17:15 Uhr
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Auch Vize-Präsident JD Vance zeigt sich besorgt über "hyperpornografischen Schund". (Foto: picture alliance / newscom)

Zuhauf spült der Chatbot Grok sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern auf die Plattform X. Seinem Betreiber Elon Musk drohen Geldstrafen und Regulierungsmaßnahmen aus aller Welt. Laut einem Bericht stellt sich nun auch der US-Vizepräsident gegen den Techmilliardär.

Im Streit um die sexualisierten KI-Bilder des Chatbots Grok von Elon Musk hat sich US-Vizepräsident JD Vance offenbar gegen den Tesla-Chef gestellt. Wie der "Guardian" unter Berufung auf den stellvertretenden britischen Premier David Lammy berichtet, nannte Vance die Verbreitung KI-generierter sexualisierter Bilder von Frauen und Kindern auf Plattformen wie X "völlig inakzeptabel".

Bei einem Treffen am vergangenen Donnerstag in Washington habe Vance, der gemeinhin als KI-Enthusiast bekannt ist, seine Sorge darüber geäußert, wie die Technologie genutzt werde, um online "hyperpornografischen Schund" zu verbreiten, so Lammy laut dem "Guardian".

In den vergangenen zwei Wochen wurden mithilfe von Grok Tausende sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern in extrem knapper Kleidung erstellt und auf X verbreitet. Seitdem sieht sich Musk mit angedrohten Regulierungsmaßnahmen und Geldstrafen aus aller Welt konfrontiert. Der britische Premier Keir Starmer hatte bereits gewarnt, X in Großbritannien vollständig zu sperren, sollte die Plattform die Flut "schändlicher" und "ekelhafter" KI-generierter Fotos nicht in den Griff bekommen. Auch die Medienaufsichtsbehörde Ofcom untersucht bereits, ob Grok gegen ein britisches Gesetz für Onlinesicherheit verstößt.

Am Freitag hatte Grok die Bildgenerierungsfunktion für die große Mehrheit der Nutzer zumindest eingeschränkt - diese ist nun nur noch für zahlende Abonnenten verfügbar. Gleichzeitig schrieb Musk auf X, die britische Regierung suche "jeden Vorwand für Zensur" und bezeichnete sie als "faschistisch".

Wie Lammy dem "Guardian" zufolge berichtete, habe JD Vance die Einschränkungen auf Grok ebenfalls registriert. Der US-Vizepräsident schien der Haltung Großbritanniens in der Sache "wohlgesonnen", so der Vize-Premier.

Quelle: ntv.de, lno

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