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Da waren es nur noch drei Javid fliegt aus dem Rennen um Tory-Vorsitz

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Die drei Verbliebenen: Jeremy Hunt, Außenminister von Großbritannien, Boris Johnson, ehemaliger Außenminister von Großbritannien, und Umweltminister Michael Gove .

(Foto: dpa)

In der vorletzten Abstimmung der Tory-Fraktion über den künftigen Partei- und Regierungschef muss Innenminister Javid die Segel streichen. Am Abend entscheidet sich, ob Außenminister Hunt oder Umweltminister Glove in die Finalrunde gegen Boris Johnson einzieht.

Im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und künftigen britischen Premierministers ist ein weiterer Kandidat ausgeschieden. Innenminister Sajid Javid flog als Letztplatzierter in der vierten Abstimmungsrunde mit nur 34 Stimmen raus. Nun dürfte sich bei einer fünften Runde am Abend entscheiden, wer gegen Boris Johnson in eine Stichwahl gehen wird. Johnson baute mit 157 Stimmen seinen Vorsprung weiter aus.

Als Sohn eines pakistanischstämmigen Busfahrers verkörpert Javid den Traum vom sozialen Aufstieg in einer weiterhin stark durch Klassendenken geprägten Gesellschaft. Erfahrungen in der Finanzwelt sammelte er in der Managementebene der Deutschen Bank. Er dürfte sich nun Hoffnungen auf ein hohes Amt in der künftigen Regierung machen, etwa auf den Posten des Finanzministers.

Noch im Rennen sind Außenminister Jeremy Hunt, der 59 Stimmen erhielt, und Umweltminister Michael Gove mit 61 Stimmen. Einer von beiden wird am Abend als Johnson-Herausforderer feststehen. Das Ergebnis der fünften Runde soll um 19 Uhr vorliegen. Wer Ende Juli zum Parteichef und damit Premierminister gekürt wird, sollen dann die rund 160.000 konservativen Parteimitglieder entscheiden.

Umfragen zufolge ist Johnson an der Basis unangefochtener Spitzenreiter. Johnson war einer der Wortführer für den Brexit vor der Volksabstimmung im Jahr 2016. Die Briten hatten sich damals mit knapper Mehrheit für die Trennung von der EU ausgesprochen. Doch der Austritt musste zwei Mal verschoben werden, weil sich im Parlament keine Mehrheit für das von Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen fand. Die Frist für die Loslösung von der EU wurde inzwischen bis 31. Oktober verlängert.

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Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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