Politik

Nachfolge von Pelosi Jeffries wird erster schwarzer Fraktionschef im US-Kongress

386570384.jpg

Hakeem Jeffries wird die Demokraten als Minderheit im Repräsentantenhaus anführen - im Gegensatz zu Pelosi.

(Foto: picture alliance / Rod Lamkey / CNP /MediaPunch)

In Washington gilt Nancy Pelosi als politisches Urgestein - in den vergangenen Jahren leistete sie Donald Trump aus dem Repräsentantenhaus heraus erbittert Widerstand. Nach der Niederlage bei den Midterms macht die US-Demokratin Platz für die jüngere Generation. Auf ihren Nachfolger kommt eine schwierige Aufgabe zu.

Die US-Demokraten haben einen Generationenwechsel an ihrer Spitze vollzogen und Hakeem Jeffries zum ersten schwarzen Fraktionschef im Repräsentantenhaus gewählt. Der 52-Jährige wurde von seinen Parteikollegen in der Kongresskammer gewählt, nachdem die 82-jährige Nancy Pelosi ihren Rückzug angekündigt hatte. Der Abgeordnete aus New York war bereits Mitglied im Fraktionsvorstand und hatte nach den Kongresswahlen angekündigt, künftig die Demokraten im Repräsentantenhaus anführen zu wollen.

Der Ruf nach einem Generationenwechsel war zuletzt innerparteilich lauter geworden. Immer wieder gab es Abgeordnete aus den eigenen Reihen, die sich gegen Pelosi aussprachen und nach Veränderung und Verjüngung riefen. Kritiker sahen sie als Vertreterin der alten Garde und forderten, sie solle nach so vielen Jahren im Kongress und an der Spitze ihrer Fraktion Platz machen für jemand Jüngeren.

Neue Machtverhältnisse im Repräsentantenhaus

Ihr Nachfolger allerdings wird weniger Macht haben, denn die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren. Jeffries wird seine Partei folglich als Minderheit im Repräsentantenhaus anführen - und nicht als "Speaker of the House", also Vorsitzender der Parlamentskammer. Diesen Posten wird ein Republikaner übernehmen.

Die republikanischen Abgeordneten haben Kevin McCarthy als Kandidaten für den Vorsitz der Parlamentskammer nominiert - die Abstimmung ist Anfang Januar. McCarthy dürfte es allerdings nicht so einfach haben wie Jeffries, hinter dem sich die Demokraten relativ geschlossen versammelt haben. Der Republikaner muss Abweichler fürchten. Bei der dünnen Mehrheit seiner Partei im Repräsentantenhaus ist das durchaus ein Problem.

Quelle: ntv.de, mne/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen