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Atomdeal mit Iran Johnson hofft auf "Trump-Abkommen"

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Glaubt, dass Donald Trump ein besseres Abkommen mit dem Iran aushandeln kann: Boris Johnson.

(Foto: REUTERS)

Die USA ziehen sich aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurück - seitdem ist die Beziehung zwischen den beiden Staaten angespannt. Ein neuer Vertrag könnte die Wogen glätten. Großbritanniens Premier Johnson setzt seine Hoffnung dabei auf einen ganz bestimmten Deal-Maker.

Im Atomstreit mit dem Iran hofft Großbritanniens Premierminister Boris Johnson auf einen neuen Deal mit den USA. "Lasst uns ein besseres Abkommen erzielen", sagte Johnson in einem Interview mit dem Sender NBC am Rande der UN-Vollversammlung in New York. US-Präsident Donald Trump sei aus seiner Sicht in der Lage, ein besseres Abkommen mit Teheran auszuhandeln, sagte Johnson.

"Ich glaube, es gibt einen, der einen besseren Deal erzielen kann - und das ist der Präsident der Vereinigten Staaten", sagte Johnson. Er hoffe, es werde in der Zukunft ein "Trump-Abkommen" mit dem Iran geben, fügte er hinzu.

Ohne direkt auf Johnsons Worte einzugehen, schrieb der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif kurz darauf bei Twitter, Frankreich, Deutschland und Großbritannien befänden sich seit dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen im Mai vergangenen Jahres in einem Zustand der "Lähmung". "Kein neues Abkommen ohne Einhaltung des derzeitigen", schrieb Sarif.

Auch Macron offen für ein neues Abkommen

Die Unterzeichnerstaaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien versuchten seit dem Ausstieg der USA bislang, das Abkommen zu retten. Inzwischen zeigt sich aber auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron offener für eine Neuverhandlung des Abkommens. Er sei nicht mit dem 2015 in Wien geschlossenen Abkommen "verheiratet", sagte Macron während seines Flugs nach New York gegenüber Journalisten. Einer der beiden Protagonisten des Vertrags sei bereits aus dem Abkommen ausgestiegen, "der andere sagt uns, dass er es tun wird", betonte der französische Präsident.

Der Iran hat angekündigt, sich aus dem Abkommen zurückzuziehen, sollte es mit den europäischen Vertragspartnern keine Übereinkunft zur Sanktionserleichterung geben. Die USA haben seit ihrem Ausstieg aus dem Abkommen Sanktionen gegen Teheran wiedereingeführt und das Land mit einer Reihe neuer Sanktionen belegt.

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Quelle: n-tv.de, ibu/AFP

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