Politik

Middelberg im ntv "Frühstart" K-Frage der Union "hat Spuren hinterlassen"

Die K-Frage ist in der Union geklärt. Einer, der lieber CSU-Chef Söder ins Rennen geschickt hätte, ist der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Middelberg. Der Niedersachse räumt ein, "dass es auch Enttäuschte an der Basis" gebe, stellt sich aber voll hinter Laschet.

Mathias Middelberg ist froh, dass die Union die Machtfrage endlich geklärt hat. Über den tagelangen Streit zwischen Armin Laschet und Markus Söder sagt Middelberg in der ntv-Sendung "Frühstart": "Es hat gewisse Zerwürfnisse gegeben, weil wir das sehr offen diskutiert haben. Das hat Spuren hinterlassen, und es gibt auch Enttäuschte an der Basis", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion und Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Niedersachsen.

Auch Middelberg hätte sich lieber Markus Söder als Spitzenkandidaten gewünscht, stellt sich nach der Entscheidung aber hinter Armin Laschet und zieht Vergleiche mit der Kandidatenentscheidung bei den Grünen. "Ich hatte eine gewisse Neigung für Markus Söder und die gab es auch in meinem Landesverband in Niedersachsen. Aber wahrscheinlich hat es auch bei den Grünen viele gegeben, die auf Robert Habeck gesetzt haben, und trotzdem stehen die jetzt voll hinter Frau Baerbock."

Verteidigung des Kanzleramts "nicht selbstverständlich"

Dass das Zerwürfnis den Zusammenhalt der Union nachhaltig zerstört habe, sieht Middelberg nicht. "Ich sehe keine interne Spaltung. Es gibt Präferenzen für den einen und den anderen Kandidaten, das war aber nicht unversöhnlich", sagt Middelberg und schaut optimistisch auf die kommenden Tage: "Die meisten werden sich mit dieser Entscheidung arrangieren, da bin ich sehr zuversichtlich. Armin Laschet ist ein hervorragender Spitzenkandidat, hinter dem sich jetzt alle versammeln."

Mit Blick auf die Bundestagswahl gibt sich Middelberg trotz schlechter Umfragewerte optimistisch, der Rückstand auf die Grünen sei einzuholen. "Das war auch in Nordrhein-Westfalen bei der Landtagswahl 2017 so. Am Anfang war Armin Laschet in Umfragen weit hinter Hannelore Kraft und am Ende hat er den Vorsprung nicht nur aufgeholt, sondern die SPD auch fast überholt." Doch der Bundestagsabgeordnete aus Osnabrück ist sich sicher, dass es kein einfacher Weg aus dem Umfragetief wird. "Wir sollten die Umfragen in den nächsten Tagen und Wochen abwarten, aber auch die werden kritisch sein. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Union im Herbst wieder den Kanzler stellt."

Quelle: ntv.de, dhe

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.