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R2G-Suche für Schloss Bellevue Käßmann fühlt sich geehrt - und sagt ab

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Margot Käßmann steht nicht zur Verfügung als Gauck-Nachfolgerin.

(Foto: picture alliance / dpa)

In wenigen Monaten wählt die Bundesversammlung einen neuen Bundespräsidenten. Bislang haben sich Spitzenpolitiker auf keinen ernsthaften Kandidaten einigen können. Eine Anwärterin nimmt sich nun selbst aus dem Rennen.

Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat Spekulationen über eine Kandidatur als Nachfolgerin von Bundespräsident Joachim Gauck zurückgewiesen. "Es ehrt mich, dass mein Name im Zusammenhang mit dem höchsten Amt im Staat genannt wird. Allerdings stehe ich für dieses Amt nicht zur Verfügung", erklärte sie nach Angaben ihres Büros.

Käßmann reagierte damit auf Berichte, wonach SPD und Linke über die frühere EKD-Ratsvorsitzende als mögliche Kandidatin gesprochen haben. SPD-Chef Sigmar Gabriel habe beim Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger vorgefühlt, ob dessen Partei Käßmann mittragen würde, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Über die Nachfolge von Amtsinhaber Joachim Gauck wird am 12. Februar 2017 in der Bundesversammlung entschieden. Im September folgt die Bundestagswahl. In der Vergangenheit entstanden aus den Bündnissen bei der Präsidentenwahl auch Koalitionen der Bundesregierungen.

Käßmann wurde im Jahr 2010 bei einer Polizeikontrolle mit Alkohol am Steuer ihres Dienstwagens erwischt. Kurz danach trat sie als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und als Landesbischöfin zurück. Aktuell wirkt die Pfarrerin als Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa/rts

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