Politik

"Zeit der Lockdowns vorbei" Kanzler Kurz: Pandemie für Geimpfte beendet

254976926.jpg

"Bevor ein Bereich ganz geschlossen wird, ist mir lieber, er bleibt für Geimpfte offen", sagt Kurz.

(Foto: picture alliance / Roman Zach-Kiesling / First Look / picturedesk.com)

Bundeskanzler Kurz erklärt die Corona-Pandemie für Geimpfte in Österreich für beendet. Sollte das Gesundheitssystem doch noch an seine Grenzen kommen, würden Einschränkungen nur für Ungeimpfte gelten, sagt der ÖVP-Politiker. Zudem rechnet er damit, dass das Virus noch viele Jahre grassieren wird.

Die Corona-Pandemie ist nach Ansicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz für Geimpfte praktisch vorbei. Im ORF-Sommergespräch schloss der Regierungschef Lockdowns für alle Bürger nach bisherigem Muster aus. "Es wird sicherlich keine Lockdowns mehr geben für geimpfte Menschen", so Kurz am Montagabend. Er wolle so wenig Freiheitsbeschränkungen wie möglich. Dies bedeute für ihn, "dass die Zeit der Lockdowns vorbei sein muss".

Zudem solle in Österreich nicht mehr die Sieben-Tage-Inzidenz der Maßstab für etwaige Einschränkungen sein. Vielmehr solle die Bettenbelegung auf den Intensivstationen der neue Leitindex für Entscheidungen werden. Im Fall der Überlastung des Gesundheitssystems werde nur für Ungeimpfte der Zugang zum Beispiel zur Nachtgastronomie und zu Großveranstaltungen gesperrt. "Bevor ein Bereich ganz geschlossen wird, ist mir lieber, er bleibt für Geimpfte offen", sagte Kurz.

In der Frage der nachlassenden Impfbereitschaft zeigte sich der konservative Politiker eher gelassen. "Wir werden es nicht schaffen, alle Ängste zu nehmen." Es sei klar, dass sich jeder Ungeimpfte früher oder später mit dem Coronavirus anstecken werde.

Die sich abzeichnende vierte Welle werde bei Weitem nicht die letzte sein, so Kurz. "Das Virus wird es in zehn Jahren noch geben." Es sei generell schwierig, den weiteren Verlauf der Pandemie vorherzusagen. "Was mich aus dem Gleichgewicht bringen würde, wäre, wenn es eine Variante gäbe, die von der Impfung nicht abgedeckt ist. Oder wenn wir erleben würden, dass es massenhaft Impfdurchbrüche gäbe."

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen