Politik

Befristet bis 2024 Kassen zahlen Erkrankten Fettabsaugen

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Eine Erprobungsstudie zum Fettabsaugen soll Nutzen und Risiken der Operation deutlich machen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ab dem kommenden Jahr zahlen die Krankenkassen schwer erkrankten Frauen das Absaugen von Körperfett. Zunächst ist die Kostenübernahme auf vier Jahre befristet. Bis dahin soll eine wissenschaftliche Studie Aufschlüsse über die Wirksamkeit der Methode liefern.

Besonders schwer erkrankte Frauen sollen das Absaugen von Körperfett bald von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt bekommen. Dies gilt zunächst befristet bis Ende 2024, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kassen und Kliniken als oberstes Entscheidungsgremium des Gesundheitswesens in Berlin beschloss. Bis dahin sollen Ergebnisse einer generellen wissenschaftlichen Studie zu Nutzen und Risiken vorliegen, die dann Basis einer Entscheidung für alle Stadien der betroffenen Erkrankung sein soll.

Die Entscheidung setze eine Forderung von CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um und schaffe eine neue Versorgungsmöglichkeit für Patientinnen mit Lipödem im Stadium 3, erläuterte der G-BA. Dies geschehe "notwendigerweise mit strengen Vorgaben zur Qualitätssicherung".

Zugleich werde eine Erprobungsstudie fortgesetzt, die zwingend nötige Informationen für eine zuverlässige Abwägung von Nutzen und Schaden der Methode liefern soll. Dies werde für eine endgültige Beschlussfassung dringend benötigt. Die neue Kassenleistung für das Stadium 3 dürfte voraussichtlich im Januar 2020 erstmals Anwendung finden können, wie der G-BA erklärte.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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