Politik

Schule als Schlüssel zur Integration Kauder: Migranten Disziplin beibringen

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Kauder: Sie müssen lernen, unsere Regeln einzuhalten.

(Foto: dpa)

"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." Getreu diesem Spruch fordert Unionsfraktionschef Kauder, jungen Migranten rechtzeitig die Einhaltung deutscher Regeln beizubringen. Die Schule brauche dabei die Hilfe aller.

Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland sollen nach Ansicht von Unionsfraktionschef Volker Kauder jungen Flüchtlingen Disziplin und die Einhaltung von Regeln beibringen. "Die Integration der jüngeren Generation gelingt am besten über den Besuch der Schule", sagte Kauder der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Klappt das dort nicht, wird auch später die Integration kaum gelingen."

Möglicherweise seien Schulen in der Vergangenheit zu nachlässig gewesen, sagte der Unionsfraktionschef. Das Bundesverwaltungsgericht habe aber völlig zu Recht entschieden, dass muslimische Mädchen am Schwimmunterricht teilnehmen müssten, wenn sie einen Burkini trügen. Auch hätten Lehrkräfte den Anspruch, dass Schüler, aus welchem Kulturkreis sie auch stammten, ihnen den nötigen Respekt entgegen brächten.

"Schulen und Schulverwaltungen müssen die Regeln durchsetzen", erklärte der CDU-Politiker. "Ich weiß, dass dies nicht einfach ist, aber die Schulgesetze geben ihnen die Möglichkeiten." Sicher sei, dass die Schulen und Lehrer dabei Unterstützung brauchten.

Den "einen Islam" gibt es nicht

Im selben Interview hatte Kauder die Aussage des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff nicht teilen wollen, wonach der "Islam auch zu Deutschland gehört". "Die rund vier Millionen Muslime hierzulande gehören ganz klar zu Deutschland - der Islam aber nicht", so Kauder. Er warnte davor, Muslime auszugrenzen, "so wie dies im Augenblick die Rechtspopulisten betreiben". Sie genössen wie die Angehörigen anderer Glaubensrichtungen Religionsfreiheit. "Natürlich dürfen daher Moscheen mit Minaretten gebaut werden."

Wulffs Äußerung sei zwar "gut gemeint", aber unpräzise. Erstens habe der Islam Deutschland "historisch und kulturell nicht geprägt". Zweitens sei er sehr vielfältig. Den "einen Islam" gebe es nicht. Zudem habe der Islam auch Ausprägungen, "die wir in Deutschland nie akzeptieren können", sagte er. "Die Religion steht bei uns nie über dem Staat."

Quelle: n-tv.de, ppo/AFP

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