Politik

Bundeswehr bestreitet Panne Keime verschieben Törn von "Gorch Fock"

260449156.jpg

Die "Gorch Fock" war schon seit über sechs Jahren nicht mehr auf den Weltmeeren unterwegs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sechs Jahre lang wird die "Gorch Fock" für 135 Millionen Euro grundüberholt. Diese Woche sollte sie endlich wieder Richtung Kanaren in See stechen. Doch daraus wird nichts. Die Trinkwasseranlage ist verkeimt und muss vorher gereinigt werden. Die Bundeswehr will aber nicht von einer neuen Panne sprechen.

Die erste Ausbildungsfahrt des runderneuerten Segelschulschiffs "Gorch Fock" wird kurzfristig verschoben. Als Grund nannte ein Marinesprecher Keime in der Trinkwasseranlage. Statt an diesem Mittwoch werde der Dreimaster wahrscheinlich am Donnerstag oder Freitag nächster Woche starten. Ziel des ersten großen Törns nach langem Werftaufenthalt sind die Kanarischen Inseln.

Kommandant Nils Brandt verneinte, dass es sich um eine Panne handelt. Es gehe um "eine ganz normale Begleiterscheinung" der langen Werftzeit. "Jetzt haben wir so ein paar Keime, die uns das Leben schwer machen", sagte Brandt. In den nächsten Tagen müssten diverse Wasserleitungen gespült werden.

An Bord werden bei der anstehenden Fahrt zunächst nur die 120 Männer und Frauen der Stammbesatzung des Seglers sein. Anfang 2022 sollen dann insgesamt rund 220 Offiziersanwärter bei zwei Ausbildungstörns auf dem Schiff das seemännische Rüstzeug lernen.

Am 4. Oktober war die "Gorch Fock" nach rund sechs Jahren Werftzeit nach Kiel zurückgekehrt. Die Kosten für die Sanierung der Bark waren in den vergangenen Jahren von zunächst 10 Millionen auf 135 Millionen Euro gestiegen.

Quelle: ntv.de, joh/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen