Keine Radioaktivität ausgetreten Iran meldet Angriffe auf Reaktor und Uran-Anlage

Die Vernichtung des iranischen Atomprogramms ist eines der erklärten Ziele Israels und der USA in dem seit rund vier Wochen andauernden Krieg. Bereits angegriffen wurde die schwer gesicherte Atomfabrik Natans. Nun werden weitere Attacken auf Atomanlagen gemeldet.
Eine Uran-Aufbereitungsanlage im Iran ist nach Angaben der iranischen Atomenergiebehörde von den USA und Israel angegriffen worden. Die Anlage zur Umwandlung von Uranoxid in Arkadan im Zentrum des Landes sei "vor wenigen Minuten vom amerikanisch-zionistischen Feind" ins Visier genommen worden, berichtete die Behörde im Onlinedienst Telegram. Radioaktives Material sei jedoch nicht freigesetzt worden.
Zudem soll nach Angaben der iranischen Staatsmedienei bei einem Angriff der USA und Israels im Zentrum des Iran ein Schwerwasserreaktor getroffen worden sein. Die Atomanlage Chondab (früher Arak genannt) sei in zwei Wellen angegriffen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Verwaltung der Provinz Markasi. Auch bei dem Angriff auf den Schwerwasserreaktor trat laut Fars keine Radioaktivität aus. Niemand sei verletzt worden.
Die USA und Israel hatten bereits vor Tagen die schwer gesicherte Atomfabrik Natans angegriffen, die aus oberirdischen und unterirdischen Einrichtungen zur Urananreicherung besteht. US-Präsident Donald Trump hat die Vernichtung des iranischen Atomprogramms als eines der Ziele des seit rund vier Wochen andauernden Krieges genannt.
Zuletzt hatte Trump ein an diesem Freitag auslaufendes Ultimatum an den Iran erneut verschoben. Auf Bitten der iranischen Regierung setze er "die Frist zur Zerstörung von Energieanlagen um zehn Tage bis Montag, den 6. April 2026 um 20 Uhr Ostküstenzeit" aus, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social.
Trump begründete das neue Ultimatum mit den Verhandlungen mit dem Iran, die "sehr gut" vorankämen. Teheran dementierte dagegen jegliche direkten Gespräche mit den USA.
Trump hatte den Iran erstmals am Samstag ultimativ zur Öffnung der Meerenge von Hormus aufgerufen. Anderenfalls werde die US-Armee die iranischen Kraftwerke bombardieren, drohte der US-Präsident. Am Montag verlängerte er die Frist dann um fünf Tage.