Satellitenbilder zeigen SchädenKiew: Sechs russische Jagdbomber auf Flugplatz angegriffen
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Mit Marschflugkörpern greift die Ukraine tief im russischen Hinterland einen Militärflugplatz an. Nach Angaben Kiews werden dabei sechs Jagdbomber getroffen. Satellitenbilder und russische Militärblogger stützen die Angaben.
Die Ukraine will sechs russische Kampfflugzeuge des Typs Suchoi Su-34M auf einem Flugplatz in Westrussland beschädigt haben. Dabei seien "Neptun"-Marschflugkörper eingesetzt worden, teilte die ukrainische Marine in den sozialen Netzwerken mit. Attackiert wurde demnach der mehr als 340 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte Militärflugplatz Borissoglebsk im russischen Gebiet Woronesch.
In der Nacht kursierten in sozialen Netzwerken nicht überprüfbare Fotos von Bränden, die den Angriff belegen sollen. Russische Militärblogger bestätigten den Angriff samt Schäden. Auch später veröffentlichte Satellitenaufnahmen zeigen Zerstörungen auf dem Gelände. Das ukrainische Monitoring-Projekt Exilenova+ kam nach Sichtung weiterer Aufnahmen zu dem Schluss, dass vier der russischen Flugzeuge vollständig zerstört wurden.
Bei der russischen Luftwaffe ist die Su-34 seit 2014 im Einsatz. Moskau setzt die Maschine für den Abwurf von Gleitbomben ein. Die mit Flügelkonstruktionen versehenen Bomben werden von den Kampfbombern aus großer Höhe und Dutzende Kilometer entfernt vom Ziel abgeworfen. Dadurch kann die Su-34 außerhalb der Reichweite der ukrainischen Flugabwehr operieren. Nach Angaben Kiews setzt Russland durchschnittlich täglich 200 Gleitbomben gegen Ziele in der Ukraine ein.
Das Fachportal Flightglobal schätzt, dass Russland über etwa 150 Su-34 verfügt, wie viele davon wirklich einsatzbereit sind, ist unklar. Ein Verlust von gleich sechs dieser Kampfflugzeuge würde die russische Luftwaffe erheblich schwächen. Der Militärflugplatz Borissoglebsk war bereits mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Zuletzt wurde im Juli durch einen Drohneneinschlag ein Treibstofflager auf dem Gelände zerstört.