Politik

600 Quadratkilometer befreitKiews Armeechef zieht positive Bilanz bei Rückeroberungen

08.06.2026, 17:01 Uhr
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Ukrainische Soldaten feuern eine Kanone auf Stellungen der russischen Armee in der Nähe von Charkiw. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

2025 gibt es für die Ukraine selten positive Botschaften von der Front - wenn in einem Krieg überhaupt die Rede davon sein kann. In den ersten Monaten 2026 sieht es deutlich besser aus, sagt Armeechef Syrskyj. Seine Bilanz fällt gleich in mehreren Bereichen positiv aus.

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben von Armeechef Oleksandr Syrskyj seit Anfang 2026 mehr als 600 Quadratkilometer Fläche von russischer Besatzung befreit. Allein im Mai habe die Ukraine 100 Quadratkilometer mehr unter ihre Kontrolle gebracht, als sie verloren habe, teilte Syrskyj in sozialen Medien mit.

"Trotz des anhaltenden Drucks des Feindes verteidigen die Streitkräfte der Ukraine weiterhin standhaft, vernichten die Besatzer und führen wirksame Angriffe gegen den Feind in seiner operativen und strategischen Tiefe durch. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Aktivitäten unserer Truppen im Mai, die wir während der monatlichen Abschlussbesprechung analysiert haben", schrieb er.

Wo genau wie viel Fläche befreit werden konnte, schrieb Syrskyj nicht. Er verwies lediglich darauf, dass derzeit die schwersten Kämpfe in den Regionen um die Städte Pokrowsk, Oleksandriwke und Huljajpole stattfänden. Konkrete Zahlen lassen sich sehr schwer erheben, da entlang der gesamten Frontlinie immer wieder Bewegung herrscht und ein breiter Streifen eigentlich dauerhaft als "umkämpft" markiert werden muss.

Laut Syrsky führten ukrainische Truppen im Laufe des Monats Mai Tausende erfolgreiche Angriffe auf russische Militäreinrichtungen durch. Drohnen-Einheiten griffen demnach mehr als 88.000 Ziele an und neutralisierten nach Schätzungen mehr als 30.500 russische Soldaten. Zudem seien systematisch russische Hauptquartiere und Arsenale zerstört worden.

Zudem erklärte Syrskyj, dass der Ukraine im Mai 111 Angriffe auf den militärisch-industriellen Komplex und die Treibstoffinfrastruktur in Russland gelungen seien. Die Treffer - etwa von Ölraffinerien oder Treibstofflagern - hätten Russland mehr als eine Milliarde US-Dollar direkten und indirekten Verlust eingebracht.

"Zum ersten Mal wurden im Rahmen eines einzigen Plans mehrere erfolgreiche Angriffe auf militärisch-industrielle Anlagen sowie Anlagen des Brennstoff- und Energiekomplexes in Moskau und der Moskauer Region durchgeführt. Dies bestätigte einmal mehr die Fähigkeit der Streitkräfte, dem Feind weit jenseits der Frontlinie erhebliche Verluste zuzufügen", sagte der Oberbefehlshaber. Tatsächlich hatte das russische Militär die Zahl der Flugabwehrgeschütze in der Hauptstadt zuletzt erhöht, nachdem immer wieder ukrainische Drohnen in den Großraum Moskau eingedrungen waren.

Quelle: ntv.de, als

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