Politik

Drohgebärden in Nordkorea Kim erwartet "volle Kampfbereitschaft"

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Der Entspannungskurs zwischen Kims Nordkorea und den USA scheint endgültig vorbei zu sein.

(Foto: REUTERS)

Seit dem gescheiterten Trump-Kim-Gipfel im Februar erkalten die US-Beziehungen zu Nordkorea immer mehr. Zuletzt provoziert Kim dann mit einem Raketentest, nun legt er nach.

Einen Tag nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest reißen die Drohgebärden aus Nordkorea nicht ab. Diktator Kim Jong Un forderte von seinem Militär eine höhere Schlagkraft, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Die volle Kampfbereitschaft müsse aufrechterhalten werden, um auf jeglichen Ernstfall vorbereitet zu sein. Er habe entsprechende Schritte angeordnet.

"Echter Friede und die Sicherheit des Landes können nur garantiert werden, wenn die Souveränität durch starke physische Kraft verteidigt werden kann", sagte Kim. Nordkorea hatte erst am Donnerstag mit einem zweiten Raketentest binnen weniger Tage die Furcht vor einer Verschärfung des Atomstreits mit den USA geschürt.

US-Präsident Donald Trump kritisierte den Raketentest. Zugleich erklärte er, dass Nordkorea seiner Ansicht nach grundsätzlich weiter verhandeln wolle. Das Land sei aber noch nicht dazu bereit. Nordkorea wird wegen seines Atom- und Raketenprogramms international mit Sanktionen belegt. Im Februar war ein zweites Treffen von Kim und Trump zur Lösung des Konflikts ergebnislos abgebrochen worden.

Seither haben die Spannungen wieder zugenommen. China, das noch am ehesten hinter dem kommunistischen Nordkorea steht, forderte nun die Fortsetzung der Diplomatie zur Lösung des Konflikts. Alle beteiligten Staaten sollten am Ziel der atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel festhalten, sagte der hochrangige Diplomat Wang Yi.

Quelle: n-tv.de, vpe/rts

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