Nordkorea rüstet weiter aufKim gibt strategischen Lenkwaffenkreuzer in Auftrag

Auf Atomwaffen zu verzichten, kommt für Nordkorea nicht infrage. Statt Abrüstung heißt es laut Machthaber Kim vielmehr Aufrüstung. "Abschreckung" ist dabei ein zentraler Aspekt.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat eine weitere Aufrüstung seines Landes angekündigt. Kim habe das Ziel bekräftigt, "die nationalen Verteidigungsfähigkeiten schneller auszubauen", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Er warf den USA und Südkorea demnach vor, die Region "an den Rand eines Atomkriegs" zu bringen und verwies dabei auf die Pläne zum Bau eines Atom-U-Boots für die südkoreanische Armee. Kim ordnete den Ausbau konventioneller Waffen sowie den beschleunigten Bau eines strategischen Lenkwaffenkreuzers mit einer Verdrängung von 10.000 Tonnen an, so die KCNA.
Angesichts solcher Entwicklungen müsse Nordkorea zu seiner Selbstverteidigung die "Abschreckung weiter ausbauen und stärken", sagte Kim. Der nordkoreanische Machthaber äußerte sich zum Abschluss eines Treffens der in dem abgeschotteten Land regierenden Partei der Arbeit Koreas. Nach Angaben von KCNA herrschte dabei Einigkeit, dass der "stetige Ausbau und die Stärkung der Nuklearstreitkräfte" der einzige Weg sei, um der "unvorhersehbaren internationalen militärischen und politischen Lage aktiv und selbstbewusst zu begegnen".
Kims einflussreiche Schwester Kim Yo Jong hatte Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm kürzlich eine entschiedene Absage erteilt. "Unser Status als Atommacht ist absolut nicht verhandelbar", betonte sie vor rund zwei Wochen. Nordkorea werde "keinerlei Drohungen hinnehmen". Nordkorea hatte sein Atomprogramm nach einem ergebnislosen Treffen von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump 2019 weiter ausgebaut.
Der UN-Sicherheitsrat hatte wegen Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramms zahlreiche Sanktionen gegen das Land verhängt. Pjöngjang treibt sein Atomwaffen- und Raketenprogramm dennoch weiter voran. 2023 verankerte Nordkorea seinen Status als Atommacht auch in seiner Verfassung. In den vergangenen Monaten hatte Nordkorea mit neuen Waffentests weltweit Besorgnis ausgelöst.