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Nach Kritik aus Opposition Kindergeld wird auch für drittes Kind erhöht

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(Foto: picture alliance / Christian Charisius/dpa)

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Im dritten Entlastungspaket vereinbart die Ampel-Koalition, dass es monatlich 18 Euro mehr Kindergeld geben soll - allerdings nur für das erste und zweite Kind. Für die Opposition ist das unverständlich. Sie kritisieren, dass kinderreiche Familien benachteiligt würden. Nun bessert die Regierung nach.

Nach Kritik an der geplanten Kindergelderhöhung nur für das erste und zweite Kind steuert die Ampel-Regierung nach. Die Leistung soll auch für das dritte Kind erhöht werden, wie Bundesfamilienministerin Lisa Paus auf Nachfrage bestätigte. "Das Kindergeld für das dritte Kind wird gleichgezogen, also auf dasselbe Niveau erhöht wie das Kindergeld für die ersten beiden Kinder", sagte die Grünen-Politikerin. "Das heißt, dass es für das erste, zweite und dritte Kind je 237 Euro monatlich geben wird."

Im Rahmen ihres am Wochenende vereinbarten dritten Entlastungspakets hatte die Koalition verabredet, das Kindergeld für das erste und zweite Kind zum 1. Januar um 18 Euro monatlich anzuheben. Heute beträgt es jeweils 219 Euro für das erste und zweite Kind. Für das dritte gibt es 225 Euro, für das vierte und jedes weitere Kind 250 Euro.

Unionspolitiker hatten die ursprünglichen Pläne der Ampel kritisiert. Mehrkindfamilien gingen leider leer aus, hatte die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Silvia Breher von der CDU, am Dienstag gesagt. Die Bundesregierung vergesse kinderreiche Familien, hieß es auch von Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf von der CSU.

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Auch am Kinderzuschlag, der zusätzlich zum Kindergeld gezahlt wird, gibt es Kritik. Der Kinderschutzbund hält die geplante Erhöhung für Familien mit niedrigem Einkommen für unzureichend. Die Erhöhung des Zuschusses um 21 Euro monatlich "enttäuscht mich", sagte Vereinspräsident Heinz Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die einkommensschwachen Empfänger dieses Zuschlags gäben einen Großteil ihrer Einnahmen für Lebensmittel aus, so Hilgers. Bei diesen Produkten liege die Inflationsrate aber nicht bei rund sieben Prozent, sondern doppelt so hoch.

Quelle: ntv.de, jug/dpa/AFP

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