Politik

Nach jahrzehntelangem Streit Kirgistan und Tadschikistan legen Waffen nieder

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Über 130.000 Menschen mussten in den letzten Tagen fliehen.

(Foto: AP)

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion streiten sich Kirgistan und Tadschikistan über den Verlauf ihrer Grenze, immer wieder kommt es zu Konflikten. In den letzten Tagen erreicht der Streit eine neue Eskalationsstufe mit Dutzenden Toten und Verletzten. Jetzt soll es einen Waffenstillstand geben.

Nach sechs Tagen heftiger Gefechte mit Dutzenden Toten haben die zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken Kirgistan und Tadschikistan eine Waffenruhe vereinbart. Das Protokoll sei am Montag von den Chefs der Geheimdienste beider Länder unterzeichnet worden, meldeten russische Agenturen. Truppen und schwere Waffen sollten von der Grenze abgezogen werden, hieß es.

Die Lage in der kirgisischen Grenzregion Batken stabilisiere sich allmählich, sagte der Leiter des Staatskomitees für nationale Sicherheit, Kamytschbek Taschijew. Sein Gegenüber aus Tadschikistan, Sajmumin Jatimow, erklärte: "Wir sind überzeugt, dass jetzt echter Frieden einkehrt an unseren Staatsgrenzen." Ihr Treffen fand an der Grenzübergangsstelle Guliston statt.

Seit Ausbruch der Gefechte am 14. September sind nach offiziellen Angaben auf kirgisischer Seite mindestens 59 Menschen getötet und 164 verletzt worden. Aus dem Krisengebiet in der Provinz Batken mussten demnach 136.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Tadschikistan meldete 41 Tote.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor mehr als 30 Jahren streiten die beiden Hochgebirgsländer an zahlreichen Stellen ihre knapp 1000 Kilometer lange Grenze. Nur für etwa 60 Prozent des Verlaufs haben die Nachbarn Übereinkünfte getroffen, beim Rest sind sie sich uneinig. Während die Auseinandersetzungen in der Vergangenheit lokal begrenzt ausgetragen wurden, gab es diesmal eine Vielzahl von Konfliktherden, an denen auch schwere Waffen eingesetzt wurden.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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