Politik

Störung des Hamburger Hafens Klimaaktivisten blockieren Brücke mit Rapsöl

Diese Aktion entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Um gegen Lebensmittelverschwendung zu protestieren, stört die Gruppe "Aufstand der letzten Generation" den Verkehr am Hamburger Hafen, indem sie 60 Liter Öl auf eine Brücke gießt. Sie muss nun weiträumig umfahren werden.

Mitglieder der Gruppe "Aufstand der letzten Generation" haben am Morgen die Köhlbrandbrücke in Hamburg blockiert, um so den Warenverkehr über den Hamburger Hafen zu stören. Sie vergossen auf der von der Polizei gesperrten Fahrbahn 60 Liter Rapsöl, wie die Gruppe mitteilte. Laut Polizei war die Brücke "wegen einer spontanen Versammlung" gesperrt, der Bereich soll weiträumig umfahren werden.

Die Gruppe "Aufstand der letzten Generation" hatte eine Ausweitung der Proteste auf Häfen und Flughäfen angekündigt. Sie fordert ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine Agrarwende. Ihre Mitglieder hatten in den vergangenen Wochen bereits mehrfach Autobahnausfahrten blockiert. Am Montag erklärte die Gruppe, sie habe der Bundesregierung bis Sonntagabend ein Ultimatum gesetzt, einen Zeitplan zu verkünden, bis wann ein "Essen-Retten-Gesetz" in den Bundestag eingebracht werden solle. Eine Reaktion sei ausgeblieben.

Daher sehe die Gruppe "keine andere Möglichkeit" als die Blockade von Häfen und Flughäfen, sagte deren Sprecherin Aimèe van Baalen im Deutschlandfunk. Sprecherin Carla Hinrichs erklärte, Hamburg sei "Schauplatz der Zerstörung". Der Hafen der Hansestadt zeige "das todbringende industrielle Weiter-So, während die Auswirkungen der Klimakrise hier bald nicht mehr zu übersehen sein werden". Die Regierung müsse die Bewohnerinnen und Bewohner aufklären: "Ein Leben, wie wir es heute kennen, wird es Ende dieses Jahrhunderts hier nicht mehr geben." Hinrichs verwies auf Stürme und Hochwasser.

Quelle: ntv.de, lve/AFP

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